Mai 6, 2009
Von einstürzenden Brücken und Pfusch am Bau. 1
Ende 1989 ist die Berliner Mauer gefallen. Die beiden Deutschen Teilrepubliken wurden endlich wieder vereinigt. Man sprach von Blühenden Landschaften und der Gleichheit aller Deutschen. Um dies zu erreichen wurde viel Geld in den Osten gesteckt. Und wo Geld ist, da zieht es auch Betrüger hin.
So war es damals auch bei uns. Wir suchten uns einen Strohmann und gründeten ein Bauunternehmen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie viel Geld dort versiegt ist. Es gab zum Beispiel ein Altenheim, in dem wir den Boden gelegt hatten. Die hatten dort eine mehr oder weniger völlig neue und funktionierende Küche. Das gesamte Heim war in der letzten Phase der DDR gebaut worden. Also wirklich alles noch neu.
Doch das hat niemanden wirklich interessiert. Während wir dort waren gab es eine völlig neue Küche von Schweizer Edelunternehmen im Wert von fast 300.000 DM, neue Betten, Sanitäranlagen und was weiß ich was sonst noch. Insgesamt dürften es gut eine Sachen im Wert von einer halben Million gewesen sein.
Was passierte mit den Sachen? Sie wurden ja nicht gebraucht. Daher wanderten sie in den Keller. Sie wurden nicht mal ausgepackt. Was direkt verkauft werden konnte wurde teilweise nicht einmal vom LKW abgeladen, sondern gegen ein kleines Schmiergeld für den Fahrer direkt wieder in den Westen gefahren und dort in entsprechenden Einrichtungen verbaut.
Mai 3, 2009
Betrug mit Internetseiten.
Kennt ihr die ganzen Seiten über Jungs denen ein Stück des Penis abgebissen wurde. Oder die ab einer gewissen Anzahl an Leser dann nackt durchs Fußballstadion laufen wollen. Mit Heiratsanträgen oder was es dann sonst noch so gibt. Neben den Angeboten ein millionenschweres Erbe zu ergattern sind die Hinweise auf solche Seiten die zweithäufigsten Mails die ich bekomme.
Eigentlich eine geniale Masche. Diese Seiten werden verlinkt, haben Besucher und können daher später anscheinend teuer verkauft werden. Man braucht nur eine gute Idee, nachdem jetzt die meisten schon ziemlich ausgelutscht sind.
Wenn es also jemand ausprobieren will, und es ein bisschen einfallsreicher macht als die bisherigen. Dann sagt bescheid, ich schreibe gerne hier darüber. Vor allem würde mich dann auch interessieren, was man damit wirklich verdienen kann.
März 3, 2009
Deutschland, und was nun? – oder mein Trip durch Europa 4
Nach über einen halben Jahr waren wir endlich im gelobten Land. Zwei verrückte hatten Rumänien verlassen, um sich den Traum von Freiheit in Deutschland zu erfüllen. Doch wir hatten uns auf der Reise verändert, wir hatten viel Neues Erfahren und gelernt. Von kleinen Betrügereien beim Karten- oder Backgammonspiel sind wir zu richtigen Betrügern geworden. Wir konnten Monte und Past Posting genau so gut wie unauffällig Chips vom Tisch klauen. Uns standen alle Möglichkeiten offen – dachten wir wenigstens. Zunächst gingen wir zu Verwandten von mir. Sie sollten uns weiter helfen, an welche Stellen wir uns wenden müssen und wie wir in Deutschland Fuß fassen können.
Für mich wäre es kein Problem gewesen hier zu bleiben. Mircea war jedoch nicht wie ich Deutscher sondern ein richtiger Rumäne. Ihm hätte wahrscheinlich die Abschiebung gedroht und dann eine Menge Probleme. Illegal wollte er hier nicht bleiben und außerdem hatten wir doch Heimweh nach unseren Freunden und nach unserer Familie. Damit blieb uns nur eine Möglichkeit übrig, wieder zurück nach Rumänien.
Sicher sind wir die einzigen, die wieder illegal nach Rumänien zurückgekommen sind nachdem ihnen die Flucht gelungen war. Heute im Nachhinein betrachtet war es mehr als idiotisch. Wir hatten das Glück, dass uns die Flucht gelungen war und dann forderten wir unser Glück ein zweites Mal heraus indem es wieder zurückging. Aber wir waren jung, und uns ging es wohl nicht so sehr um Deutschland als um ein Abenteuer. Dazu muss gesagt werden, uns ging es in Rumänien nicht schlecht. Durch die Verwandten und Besuche aus Deutschland sowie die Nähe zu Ungarn und Jugoslawien hatten wir auch fast alles. Das meiste kostete nur mehr. Was fehlte war die Freiheit, Freiheit zu sagen was man will, zu Reisen wohin man will oder zu wählen wen man will. Rumänien war für uns nicht die Hölle auf Erden – für manche ja – aber nicht für uns. Daher war halt nicht die Entscheidung an sich idiotisch sondern eher das Risiko noch mal einzugehen.
Unsere Rückreise verlief weniger spektakulär. Wir fuhren in die Tschechoslowakei und von dort nach Ungarn und dann nach Rumänien. Meist waren wir mit dem Zug unterwegs bis vor die Grenze und gingen dann an versteckten Plätzen drüber. Auf der anderen Seite kleideten wir uns neu ein und erfanden immer, genau wie auf dem Hinweg, eine Geschichte. Selbst der Grenzübertritt von Ungarn nach Rumänien verlief ohne weitere Vorkommnisse und ca. ein Jahr nachdem wir aufgebrochen waren, waren wir wieder zurück. Die meisten wussten nicht wo wir waren, und das ist auch gut so, sonst hätten sie uns für verrückt erklärt. Meine Eltern und Großeltern freuten sich jedoch tierisch, am meisten, dass mir nichts passiert ist.
Dezember 25, 2008
Frohe Weihnachten
Hi,
vielen Dank für alle netten wünsche. Ich bin jetzt wieder seit gestern aus dem Krankenhaus draußen. Ich schreibe dann morgen oder übermorgen was passiert ist.
Jetzt wünsch ich euch erst einmal ein erholsames Weihnachtsfest und vergesst nie um was es an Weihnachten wirklich geht: “Mehr Geschenke als alle anderen zu bekommen”
Liebe Grüße Vlad
Poker als Hörbuch - Gastbeitrag von online-poker-inside.com
Das Angebot an Poker Lektüren ist bereits ins unüberschaubare gestiegen, aber das es nun Poker Sachbücher als Audio Version gibt, ist neu.
Im heutigen Jahrhundert ist Zeit zu einem Luxus geworden, den sich viele nicht mehr leisten können oder nur noch mit Einschränkungen. Sich hinzusetzten und nach einem langen Arbeitstag ein Sachbuch zu lesen wenn die Augen schwer und der Körper müde ist, ist für viele nicht die ideale Freizeitbeschäftigung. Wie willkommen scheint es dann sich ein Hörbuch anzuhören und sich das Pokerspiel mit allem was dazugehört erklären zu lassen. Denn zuhören kann man ja praktisch überall. Natürlich muss man auch hier aufmerksam bei der Sache sein, aber das kann man ruhig auch mit geschlossenen Augen auf dem Sofa!
Ich, und wie die der Buchmarkt zeigt, auch viele andere Leute, finden das eine interessante Abwechslung zu den Pokersachbücher und den Online Poker Seiten. Auch wenn diese nicht minder Interessant sind, so ist zuhören doch entspannender. Und entspannt lässt es sich doch viel besser online Poker spielen oder?
Wem die Hörbuch Alternative zu eintönig oder zu aufwendig ist findet im Netz unter deutsche Poker Seiten alle Informationen zum Pokerspiel und auf die eine oder andere Weise können wir am Ende doch alle online Poker spielen.
Aber es ist schön, dass man es auf verschieden Wegen erlernen kann.
Dezember 18, 2008
Ich lebe noch … Danke für die guten Wünsche
Ich wollte mich nur mal kurz zu Wort melden. Danke an alle für die guten Wünsche. Unkraut vergeht halt nicht.
Sobald ich wieder aus dem Krankenhaus draußen bin schreib ich was passiert ist. Hier auf dem Handy ist mir das zu stressig.
Gruß Vlad
November 17, 2008
Past-Posting mit Kameras 2
Wir entschlossen uns also, dass ich hingehen werde. Mein Partner wollte alles aus der Ferne beobachten, um gegebenenfalls abhauen oder eingreifen zu können. Er ist auch schon etwas vorher hin, damit er sich einen Überblick verschafft. Und wir sollten uns nicht täuschen. Der Croupier kam alleine. Er setzte sich zu mir an den Tisch und fing an zu erzählen.
Er erzählte, dass er mich beim Stehlen gesehen hat, aber das es ihm egal sei. Die Leute haben genug Geld und auch das Kasino macht genug Kohle indem sie die Mitarbeiter ausbeuten. Das war übrigens noch in der Zeit, als ein Croupier richtig Geld verdient hat, im Vergleich zu heute. Aber der Neid, wenn man sieht, dass der Arbeitgeber mehr verdient, ist halt immer vorhanden. So war es auch bei dem guten Mann. Er war nicht besonders helle, aber geldgeil bis zum Gehtnichtmehr. Zuerst wollte er 50:50 machen, aber als ich ihm von meinem Partner erzählte, und das es nur mit ihm gemeinsam geht, war er auch mit einem Drittel einverstanden.
Die erste Idee, die wir hatten war natürlich das übliche Pastposting. Also nachdem die Kugel gefallen war zu setzen. Aber erstens machten die Kameras es immer schwerer und zweitens hatten wir diesmal einen Croupier im Team. Also entschieden wir uns, dass wir einfach sehr spät unsere Annonce abgeben und der Croupier sie erst setzt nachdem die Kugel gelandet ist. Damals gab es natürlich noch nicht die Europäischen Roulette Tische wie heute in Süddeutschland, Es wurde Französisches Roulette gespielt, mit mehreren Croupiers und den Leuten sitzend am Tisch.
Die Sache sollte folgendermaßen ablaufen. Mein Partner oder ich saßen am Tisch und pflasterten den Tisch mit zig Einsätzen. Welche er natürlich alle bei unserem Croupier annoncierte. Der zweite von uns kam dann ein paar mal kurz vor Ende nachdem die Kugel gelandet ist und spielte 5 Maximumeinsätze. Nicht oft, vielleicht an die 20 bis 30 über die gesamte Schicht. Der Vorteil an der Sache, die Kameras - und das sind sie auch heute noch in den meisten Kasinos - sind erstens ohne Ton und zweitens ist eine Kamera auf den Kessel gerichtet und eine andere oder mehrer beobachten den Tisch.
So konnten ersten unsere Annoncen nicht mitgehört werden und zweitens ist es nicht direkt ersichtlich wann die Kugel gelandet ist und wann unsere Annonce getätigt wurde. Das einzige wos auffallen konnte war durch die anderen Croupiers. Aber die Tische waren meist so voll, dass sie gar keine Zeit gehabt hätten, dass etwas auffällt. Wir wollten aus der kurzen Zeit, es waren nur eine oder höchstens zwei Wochen, die wir spielen wollten. Und dank unserem geldgeilen Croupier - er ist auf das Spiel so eingestiegen, dass uns nichts passieren kann - hatten wir auch wenig Risiko.
Mit der gleichen Masche sind wir später mal aufgeflogen, allerdings waren das Amerikanische Roulette Tische. Dort war es noch einfacher. Wir hatten es jedoch übertrieben und sind aufgeflogen. Es kam zum Gerichtsverfahren, mit zig Sachverständigen und sogar einer Roulettespielvorstellung im Gerichtssaal. Allerdings konnte man uns nichts nachweisen. Der Croupier wurde zwar gekündigt, aber das war uns egal. Wir hatten innerhalb eines Monates im sechstelligen Bereich gewonnen.
Damals in Österreich lief es zwar auch recht gut, aber wir haben es nicht so übertrieben. Ich weiss gar nicht mehr wieviel wir gewonnen haben. es dürften so an die 50 Tausend gewesen sein. So hatte der Auslfug, auch wenn es mit dem zuerst geplanten Betrug nicht geklappt hatte, noch einen positiven Ausgang. Der Croupier übrigens ist doch noch im Knast gelandet. Wir ich später erfahren habe, hatte er das Geld schnell unter die Leute gebracht und war auf der Suche nach neuem. Allerdings fand er keine Partner und wollte dann sein Glück erzwingen. Er hat es auf eigene Faust versucht, ohne dass der Spieler etwas davon wusste. Das Problem war, dass der Spieler halt meist auch laut annonciert hat und der Croupier sich extrem lange Zeit lassen musste, um nach dem fallen der Kugel den letzen Chip zu setzen. Ein paar mal ging es gut, doch irgendwann machte der Spieler ihn darauf aufmerksam, dass er ständig falsch setzt. Eines kam zum Anderen, und die Croupiers, die er zum Mitbetrügen überreden wollte sagten gegen ihn aus und er verschwand.
So aber jetzt genug für heute. Ich glaube ich werde krank und in meinem Alter sollte man damit nicht spaßen. Ich lege mich jetzt erstmal in meine Whirlpoolbadewanne. Ihr glaubt nicht wie schön das ist.
Gruß Vlad
November 1, 2008
Ein fairer Betrüger - oder mein Trip durch Europa 1
Naja leider nicht wirklich - oder eher doch Gott sei dank nicht wirklich. Denn wenn ein Betrüger fair wäre, dann würde er ja nicht betrügen oder wenigstens seinen Opfern das Geld wieder zurück geben. Tut er aber nicht, also ist er wohl auch nicht fair. Aber manchmal kann man wenigstens ein bisschen mit offenen Karten spielen.
Ich war 18 oder 19 und hatte einiges an Geld gespart und hatte vor allem die Schnauze voll von Rumänien. Was macht man in dem Fall? Normalerweise wandert man aus. Jedoch ging das in der sozialistischen Diktatur nicht. Also war die einzige Möglichkeit sich über die Grenze zu schleichen und dann nach Deutschland zu kommen. Viele haben es versucht und viele sind gescheitert. Ich möchte jetzt auch gar nicht darauf eingehen was mit denen passiert ist, denn man hat nicht viele Geschichten von den “Zurückgekehrten” gehört. Wer es geschafft hat über Ungarn und meist auch Österreich nach Deutschland zu kommen, der durfte dann auch hier bleiben. Wir waren ja selbst in Rumänien noch Deutsche.
Von den schlimmen Geschichten ließen wir uns aber nicht abschrecken. Wir, dass waren mein damals guter Freund Mircea und ich. Wir wollten unbedingt raus und waren bereit alle Risiken auf uns zu nehmen. Eines Tages haben wir dann all unser Geld zusammen gerafft und uns auf die Flucht gemacht. Schnell von den nächsten Angehörigen verabschiedet und sind losgezogen. Nach einigen Wirren, zu der auch eine Schussverletzung gezählt hat sind wir dann in Ungarn erst einmal angekommen. Durch die Verletzung konnte es natürlich nicht direkt weiter gehen, sondern ich musste mich erst einmal behandeln lassen. Es war nichts schlimmes, die Kugel hatte nur meinen Unterarm getroffen. Wir sind dann bis nach Budapest gekommen und die Verletzung hatte sich entzündet, so dass wir etwas tun mussten. Doch was tut man wenn man sich illegal in einem fremden Land aufhällt und die Sprache nur rudimentär beherrscht? Genau, man sucht sich eine Krankenschwester, baggert sie an und lässt sich dann von ihr helfen.
Es wurde dann schnell wieder besser, doch hat uns die Sache einiges Geld gekostet. Arbeiten ging nicht, so mussten wir etwas anderes finden. Ihr könnt euch sicher denken was das war, nämlich Betrug. Die Kartenspiele, die wir in Rumänien gespielt haben gab es in Ungarn aber nicht wirklich, genau so wenig wie die meisten anderen Sachen. Und um ehrlich zu sein stand ich auch mehr am Anfang meiner Karriere als Betrüger. Doch bei unseren Besuchen in der Stadt sind mir einige Kartenspieler aufgefallen. Sie nahmen die Leute aus indem sie drei Karten mischten und die Leute auf eine setzen ließen. Das Besondere daran war, dass sie die Karten extremst langsam mischten und die Leute trotzdem fast nie richtig lagen.
Die erste Überlegung war, wir machen das auch. Doch beim Üben mischten wir die Karten viel zu schnell, so das wirklich niemand mehr verfolgen konnte wo die Gewinnerkarte ist. Damit geht natürlich der Effekt verloren, wieso jemand bereit ist eine 1:1 Wette auf eine 1:2 Chance zu spielen. Das war uns auch klar, also mussten wir rausfinden wie es langsamer geht und die Menschen trotzdem die Gewinnerkarte nicht verfolgen können. Es hat einen Tag gedauert bis es uns klar war und weitere zwei Tage Training bis wir es drauf hatten. Nach einer Woche konnte Mircea sogar eine Karte markieren indem er ein Eck umknickte und ich habe während dem Mischen dieses Eck wieder richtig hin geknickt und es dafür an einer anderen Karte gemacht. Gegen später kamen dann natürlich noch weitere Tricks dazu. So dass es gar keine Chance mehr gab zu gewinnen. Selbst wenn ein Mitspieler die richtige Karte gefunden hatte, konnte ich sie noch schnell während des Umdrehens tauschen.
Doch dort in Budapest spielte ich noch fast fair. Denn wenn jemand die richtige Karte fand, dann hatte er auch gewonnen. Es passierte jedoch wirklich sehr sehr selten. Nachdem wir fast drei Wochen mehr oder weniger unbehelligt gespielt haben, mussten wir abhauen. Die lokalen Banden hatten uns als Konkurenz ausgemacht. Und auf der Flucht, illegal in einem Land und Feinde in der Unterwelt kann ganz gefährlich enden. Wir hatten jedoch genug Geld gemacht um weiter zu ziehen. Unser Ziel war ja Deutschland und nicht Budapest. Doch bevor es dort hin gehen sollte musste noch zuerst die ungarisch-österreichische und die österreichisch-deutsche Grenze überwunden werden. Das Gute war, dass diese beiden Grenzen ein Spaziergang im Vergleich zur rumänisch-ungarischen Grenze waren. Doch dazu mehr ein anderes mal.
Gruß Vlad
@Heuschrecke. Auf jeden Fall kannst du noch ein besseres Angebot machen. Meld dich einfach damit per E-Mail
September 15, 2008
Einfach nur alt
Ich habe mein Haus verkauft und mir ein Loft in Stuttgart gekauft. Es waren einfach zu viele Erinnerungen damit verbunden. Das Haus haben meine Ex-Frau und ich uns gekauft als unsere Tochter zur Welt gekommen ist. Die Kleine ist darin aufgewachsen. Ich traue meiner Frau nicht hinterher. Ich verstehe sie. Ich habe ständig mist gebaut, mein Leben riskiert und stand ständig mit einem Fuß im Knast. Gut wir hatten ein 500qm Haus, mit riesen Garten und immer genug Geld. Ich habe meine mich so gut ich konnte um meine Familie gekümmert. Und wenn ich mir meine Tochter heute ansehe, dann bin ich mir sicher einiges richtig gemacht zu haben. Auch meiner Ex-Frau geht es gut. Sie führt ein tolles Leben und hat sicher schon einen oder mehrere andere Männer. Ich will es gar nicht wissen.
Irgendwie muss ich in letzter Zeit viel zu oft daran denken. Vielleicht weil meine Kellnerin schwanger ist. Und wenn ich an die Zukunft von ihrem Baby denke, dann sieht es nicht so rosig aus. Keine Ausbildung, keinen Vater und auch kaum Geld. Aber eines wird es sicher bekommen, eine Menge Liebe und Zeit von der Mutter. Dann frage ich mich doch wieder ob ich nicht mehr hätte tun können. Ich weiß es nicht.
Entweder ich bin depressiv oder ich komme wirklich in die Midlifecrisis. Ich habe auch schon überlegt mir einen Porsche zu kaufen. Und ich glaube auch ich sollte zum Arzt gehen, ich bekomme eine Glatze. Am Wochenende habe ich sogar ein wirklich lukratives Pokerspiel saußen lassen. Mit Gegnern, wo in jeder Hand vor dem Flop mindestens um zwei oder dreimal Pot erhöht wird. Oft sogar mit Stradle am ganzen Tisch bis zum Button. Aber ich hatte keine Lust. Schon traurig wenn man alt wird, ich will gar nicht mehr über Bandit von Intellipoker lästern. Auch wenn ich mich gestern wieder köstlich über einen Eintrag von ihm amüsiert habe.
Nächstes mal dann mehr zu Bandit und dann auch wieder was zum Thema Falschspielen. Aber für heute erst mal gute Nacht.
Gruß Vlad
August 21, 2008
Die Abzocker
Kennt Ihr die Sendung auf Sat1? Heißt die Abzocker, oder die Betrüger. Ich weiß es nicht mehr wirklich. Aber die Sendung ist der Hammer. Ich weiß gar nicht mehr alles was sie da erzählt haben. Nur eine Warnung. Wenn es im wahren Leben so ablaufen würde, dann glaubt mir, die Gefängnisse wären voll und die Welt ein riesen Stückchen besser.
Womit haben sie angefangen? Sie haben ein paar Handtaschen im Einkaufszentrum geklaut. An der Rolltreppe, in der Umkleide und noch ein paar andere. Alles schön hintereinander. Im Film klappt das ganz gut. Aber glaubt mir eins. Im echten Leben, da wären sie spätestens nach dem zweiten Taschenklau aufgeflogen. Erstens kann man gar nicht auffälliger klauen und zweitens immer schön vor den Kameras. Als die Frau aus dem Team eine andere Frau angelabert hat um sie abzulenken. So richtig gut gemacht, dass das Opfer sich schön den Täter merken konnte. Einfach nur zum Sicherheitspersonal gehen und dann gemeinsam suchen.
Dann wollten sie noch irgendwelche gefälschten Putzmittel oder Waschmittel im Einkaufzentrum verkaufen. Ganz ehrlich. Wisst ihr was das oftmals für ein Aufwand ist, da einen Platz zu bekommen? Der Trick ist ja Uralt. Und auf die Idee gefälschte Sachen im Einkaufzentrum zu verkaufen bin ich auch schon gekommen. Aber das habe ich dann schnell aufgegeben. Erstens ist der Aufwand zu groß um dort einen Platz zu bekommen, zweitens muss man viel zu viel von sich preisgeben, drittens ist man viel zu lange an einem Ort und viertens macht man für das Risiko viel zu wenig Geld. Waschmittel ohne Angabe von Inhaltsstoffen? Ja was glaubt ihr denn wie lange des dauert, bis da jemand anfängt zu zweifeln? Auf jeden Fall früh genug, dass die Polizei eine noch beim Verkaufen antrifft.
Oder wo sie ein gefälschtes Musical Ticket verkauft haben. So etwas habe ich schon zur WM 90 gemacht. Allerdings sicher nicht indem ich jeden ewig lange belabert habe um dann alles für kleines Geld zu verscherbeln. Ich glaube wir haben damals an die 1.000 Stück verkauft. Ausgegeben als Sponsorentickets usw. Teilweise waren wir sogar in Werbeagenturen, Finanzberatern, Maklern usw. haben uns als Mitarbeiter von bekannten Firmen ausgegeben und dann die Tickets verscherbelt. Natürlich nicht eine nach der anderen. Sondern alle auf einmal “ausgeliefert”. Und die Leute haben uns alle geglaubt. Man muss ihnen nur das Gefühl geben, man tut Ihnen etwas Gutes.
So aber genug erzählt. Langsam kehrt hier wieder ruhe ein und ich werde wieder öfters posten. Morgen weiß ich mehr wann des Turnier sein wird. Ich denke mal einfach eine Woche später wie geplant. Ich wünsch euch noch was.
Gruß Vlad