Juli 11, 2008

Der Totemann Trick

So nennt man ihn, habe ich schon das ein oder andere mal gehört. Ich persönlich kenne niemanden, der irgendwelchen Betrügereien einen Namen gegeben hat. Aber ich sehe da auch keinen wirklichen Sinn drin, außer man schreibt ein Buch oder wie hier einen Blog drüber. Und da es sich cooler anhört, werde ich jetzt auch etwas über den Totemann Trick erzählen.

Wenn man einen Betrug durchgezogen hat. Dann ist es immer auch entscheidend wie man danach verschwindet. Oftmals sind die Betrogenen ja auch nicht ohne und werden entweder selbst alles dran setzten dich zu finden oder die Polizei wird es tun. Daher je glaubwürdiger man verschwindet desto besser. Eine Möglichkeit ist es einfach abzuhauen, in eine andere Stadt, ein anderes Land oder manchmal am besten einen anderen Kontinent. Eine andere Möglichkeit ist halt einfach zu sterben. Da man aber, wenn man wirklich stirbt, nichts mehr von dem Gewinn hat, tut man halt nur so.

Eine andere Situation wenn der Totemann Trick zur Anwendung kommen kann, ist wenn ein Betrug schief geht und man auf Plan B zurück greifen muss und schleunigst verdampfen. Man kann es vielleicht auch mal als Versicherungs Betrug versuchen, es gibt da sicher eine Menge Einsatzmöglichkeiten wenn man kreativ genug ist.

Aber um ehrlich zu sein, ich kenne keine Geschichte wo so etwas wirklich funktioniert hat. Klar wenn man mal irgendwo abhauen oder untertauchen muss, lässt man das Gerücht verbreiten man sei gestorben. Oder annonciert es sogar in der Zeitung wenn man es geschickt anstellen will - erinntert mich da mal an Hansi, das war so ein ganz geschickter. Das einzige wo ich weiß wo der Trick angewendet wurde, war von einem älteren Betrüger wenn er aufgeflogen ist. Sein Plan B war oftmals der Herzinfarkt, den er angeblich grandios spielen konnte, und ein Sanitäterteam um die Ecke, um ihn rauszuholen. Doch auch damit das alles klappt müssen mehrere Faktoren stimmen. Zum einen muss jemand dabei sein, der die Polizei ruft - und nicht jemand der sicherheitshalber noch eine Kugel hinter her jagt. Und man darf nicht mit echtem Namen unterwegs sein.

Und schon sind wir beim Thema, warum ich das alles erzähle. Vor ein paar Wochen hat jemand nach der Geschichte gefragt. Ich sollte mal etwas dazu sagen. Die Sache ist ja ziemlich eindeutig. Der Typ wollte nicht in den Knast und hat gehofft mit seinem vorgetäuschten Tod davon zu kommen. Das war aber wohl mehr eine Kurzschlussreaktion als ein wirklich guter, ausgetüftelter Plan. Zum einen wusste jeder wer er war und kannte die Vorgeschichte. Damit sind schon die ersten Zweifel sicher. Dann hätte er sich mal überlegen müssen wie es weiter geht. So lange er nicht für Tod erklärt ist, dürfte seine Frau es schwer haben auf seine Konten und sonst alles zurück zu greifen. Finanziell dürfte da also nicht viel möglich sein. Dann wenn er wo anders weiter leben muss, muss er dort unter fremdem Namen leben. Und glaubt mir, dass ist nicht wirklich einfach. Man muss sich ja eine ganz neue Lebensgeschichte zurecht legen. Eine zeitlang geht das sicher gut, aber irgendwann wird es raus kommen.

Der zweite Fehler war seine Frau einzuweihen, dass sie ihm hilft. Sobald die Polizei dann anfängt zu ermitteln ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass sie sich irgendwann verplappert. Die Polizisten haben auch jahrelange Erfahrung, sind daher doch auch nicht so ganz dumm und werden ziemlich schnell den Unterschied zwischen wirklichem Schock und Trauer und vorgespieltem erkennen. Spätestens wenn sie ihm dann folgen sollte legt er die zweite Spur in sein neues Leben. Und erhöht damit wieder das Risiko aufzufliegen.

Diese ganzen Sachen zeigen einfach, dass der gute Mann in Panik war. Ich denke selbst der Betrug an den Anlegern war nicht wirklich geplant sondern er ist da einfach so rein gerutscht. Danach konnte er nicht mehr aufhören und ist immer tiefer in die Sache hineingeschlittert. Das Ende war halt dann der vorgetäuschte Selbstmord. Er wurde da mehr getrieben als dass er selbst geplant hat. Daher hat er Fehler gemacht, die ihn haben auffliegen lassen.

Weiß eigentlich jemand wie die Geschichte mittlerweile steht? Hat man ihn schon geschnappt? Oder hat er sich mittlerweile doch noch wirklich umgebracht? Das er irgendwo in der Sonne mit seinen ganzen Millionen lebt halte ich für eher unwahrscheinlich. Als Toter mit einer geständigen Frau, die ausgepackt hat, dürfte er es extremst schwer haben irgendwie an sein Geld zu kommen.
Aber jetzt genug für Heute. Ich wünsch euch noch eine schöne Nacht. Gruß Vlad

Mai 7, 2008

Was hat Hassan falsch gemacht?

Jeder von euch kennt sicher noch die Geschichte von Hassen. Hier ein paar Infos für alle die sie nicht kennen. Auf jeden Fall will ich nochmal drauf eingehen was ich anders gemacht hätte.

Zunächst hätte ich sobald es los geht, dass der Dealer die Karten zählt, die Karten irgendwo unter dem Tisch verschwinden lassen. Jemand andrem zugeworfen geschoben oder was weiß ich. Dann wäre der Verdacht nicht direkt auf ihn gefallen und er hätte mindestens noch die Zeit gehabt zu verschwinden bevor sie es durch die Kameras gemerkt hätten. Wenn man es überhaupt gemerkt hätte.

Aber ich denke er hat schon davor einen Fehler gemacht, denn sein Glück war ja legendär. Wieman in den Blogs von 50Outs und den andren Spielern gelesen hat. Wenn so eine Glückssträhne so lange anhällt, dann sollte man als Spieler sich mal fragen wieso das so ist. Ob es wirklich nur Glück ist oder ob da etwas anderes dahinter steht. Er hat es ja wirklich gut gemacht, und das muss man ihm lassen. Er hatte sie alle eingelullt, ob es jetzt an ihrer Leichtgläubigkeit lag oder an etwas anderem will ich nicht beurteilen. Obwohl ich doch ersteres vermute.

Jedoch war er anscheinend nicht gut genug. Denn wie man ja erfahren hat, ist der Tipp von einem anderen Spieler gekommen. Es scheinen doch nicht alle so naiv oder leichtgläubig zu sein wie die deutschen Pros. Irgend jemandem ist es dann doch aufgefallen, dass Hassans Glückssträhne zu lange anhällt und er hat angefangen ihm verstärkt auf die Finger zu schauen.

Meiner Meinung nach hätte Hassan anders vorgehen müssen. Am besten sie wären zu zweit oder zu dritt gewesen. Denn dann hätte einer den halben Abend tierisches Glück haben können und niemand wäre es aufgefallen und den restlichen Abend wäre dann alles wieder normal gewesen und er hätte das Geld unter den Spielern, genauer gesagt seinen Partnern, verteilt. So wäre niemandem sein unglaubliches Glück aufgefallen. Mit seinem Talent die Leute einzulullen hätte er ewig so weiter machen können. Und dabei hätten sie selbst zu dritt noch gutes Geld verdient.

Warum ich auf die Geschichte komme? Vor ein paar Tagen oder Wochen war ein Gast hier mit dem ich dann ins Gespräch gekommen bin. Er erzählte mir dann von seinen Pokererlebnissen im Kasino. Er meinte er war jetzt öfters in einem deutschen Kasino und geht da immer mal wieder hin wenn er Geld hat zum Pokern. Nicht regelmäßig aber wenn er geht dann immer so ein Wochenende ganz durch. Aber es läuft nicht wirklich, hat er gesagt. Da ist immer so ein Freak, der spielt jede Hand und trifft dazu auch noch fast immer. Des ist unglaublich. Und das allerschlimmste dran ist ja, dass immer wenn der Bekannte dann ging weil das Geld alle war, genau dann später gegen Abend hat der Glückspilz sein gesamtes Geld wieder an einen andren Spieler verloren. So ein Pech kann man doch kaum haben, hat er mir erzählt, und dass er nächstes Mal wenn er geht länger bleibt. Dass wenn dem Glückspilz seine Glücksträhne aufhört er da ist um das Geld wieder zu gewinnen.

Ich wollt dann nichts sagen oder keine falschen Verdächtigungen aufstellen. Aber ich werde demnächst auch mal in dem Kasino vorbei schauen. Mal sehen was dort geht.

So jetzt aber genug für heute. Mit dem BJ müsst ihr euch noch etwas gedulden. Ich möchte erst genau überlegen wie es abläuft, weil so durcheinander wie der letzte Beitrag will ich es nichtmehr lassen. Daher dürfen auch alle, die bereits ihren Tipp abgegeben haben nochmal tippen bis Sonntag Abend.
Gruß Vlad