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	<title>Betrüger - Aus dem Leben eines Taugenichts &#187; Biographie</title>
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	<description>Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Poker, Falschspiel und Betrug. Glücksspiel, Kneipe und Alkohol. Einfach Geschichten die mein Leben so schreibt.</description>
	<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 07:26:22 +0000</pubDate>
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		<title>Deutschland muss noch warten? – oder mein Trip durch Europa 3</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2009 04:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

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Nach Wien ging es so weiter wie davor. Wir spielten überall wo es ging Monte und besuchten auch die Kasinos. Und weil es so gut lief änderten wir auch unsere geplante Route. Wir führen bis ganz nach Westen so weit es geht, um dann am Bodensee die Grenze zu passieren. Sicher ist Sicher und das [...]]]></description>
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<p>Nach Wien ging es so weiter wie davor. Wir spielten überall wo es ging Monte und besuchten auch die Kasinos. Und weil es so gut lief änderten wir auch unsere geplante Route. Wir führen bis ganz nach Westen so weit es geht, um dann am Bodensee die Grenze zu passieren. Sicher ist Sicher und das Geld, welches wir auf dieser Strecke machen konnten lockte auch ganz gewaltig. Unser Vermögen wuchs und wuchs, wir hielten uns für unschlagbar. Dann passieren aber auch die meisten Fehler. Auch uns erging es so. Wir stoßen Jetonstapel um oder klauten nicht unauffällig genug. Glücklicherweise konnten wir es immer wie ein Unfall aussehen lassen. Nur dadurch gelang es uns immer glimpflich aus der Sache heraus zu kommen.<br />
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<p>In Bregenz kam es dann zu einem weiteren Unfall, der uns auf eine neue Idee bringen sollte. Ich glaube es war Bregenz, könnte aber auch Innsbruck gewesen sein. Ihr seht, mein Gedächtnis lässt nach, ich werde alt. Das lustige an dem Unfall ist, dass er bisher fast jedem so oder so ähnlich bereits passiert ist. Auf jeden Fall saß ein älterer Herr mit am Tisch. Er spielte eigentlich nur auf die Chancen vor ihm und immer mit dem gleichen Einsatz. Nachdem er jedoch einmal gewonnen hatte tauschte er die Jetons. Die Werte habe ich nicht mehr genau im Kopf. Wenn er davor mit zwei Hunderter gespielt hat, setzte er dieses Mal einen Zweihunderter und einen Hunderter. Er gewann wieder, der Croupier sah jedoch den Zweihunderter nicht wirklich sondern hielt den Stapel einfach für zwei Hunderter und bezahlte auch dementsprechend aus. Nachdem der alte Mann sich beschwert hatte sah der Croupier seinen Fehler ein und bezahlte richtig. Uns lies das jedoch nicht los und die erste Idee des Past Postings war geboren.</p>
<p>An diesem Abend nahmen wir mehrer Jetons mit nachhause, um zu üben und uns genau zu überlegen wie wir arbeiten werden. Im Endeffekt sah es dann so aus, dass wir nur die Chancen direkt vor uns bespielten. Wir spielten immer mit zwei oder drei Jetons und unten lag ein höherwertiger. Wenn wir verloren tauschten wir den höherwertigen aus und wenn wir gewannen, ließen wir ihn dort. Uns spielte die Tatsache in die Karten, dass der Croupier immer das gesamte Spielfeld abräumte und nur die Gewinner stehen ließ. Wenn wir also verloren haben, dann hat er auch nicht gesehen, dass da nur drei kleine Chips lagen. Er hat nur gesehen wenn wir gewonnen haben, dass da ein hoher und zwei kleine sind. Nach ein, zwei Wochen Training hatten wir den Move drauf und konnten ihn im Kasino anwenden. Dies bedeutete sichere Gewinne ohne großartig Aufsehen zu erregen. Wie verbrachten noch ca. einen Monat in Österreich und dann ging es endlich in das Land, in dem Milch und Honig fließen – nach Deutschland.</p>

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		<title>Österreichische Kasinos – oder mein Trip durch Europa 2</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 20:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

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Nachdem wir Ungern hinter uns gelassen hatten erreichten wir endlich das gelobte Land, oder wenigstens die Softversion davon – Österreich. Deutschland war nicht mehr weit, wir waren fit und konnten es kaum noch erwarten. Jedoch waren wir auch ziemlich jung und hatten nicht wirklich ne Ahnung wo hin. Budapest – Wien – Salzburg – München [...]]]></description>
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<p>Nachdem wir Ungern hinter uns gelassen hatten erreichten wir endlich das gelobte Land, oder wenigstens die Softversion davon – Österreich. Deutschland war nicht mehr weit, wir waren fit und konnten es kaum noch erwarten. Jedoch waren wir auch ziemlich jung und hatten nicht wirklich ne Ahnung wo hin. Budapest – Wien – Salzburg – München hieß es zwar, aber wie wir da am besten hinkommen hat man uns nicht gesagt. Seit Budapest spielten wir auch immer wieder Monte. Sobald irgendwo eine größere Menschenansammlung war, packten wir Karten und Tischchen aus und begannen mit unserer Show. Mircea gewann immer und sein jubeln lockte meist auch gleich genügend Menschen an. Dann ging es halt los, mal gewannen die Spieler klein und meist gewannen wir bzw. ich recht hoch. Sobald dann wirklich genug Leute anwesend waren und alle ziemlich heiß versuchten wir die Einsätze zu pushen. Irgendwann drehte ich mich dann aus irgendeinem Grund weg und Mircea markierte die Dame – die Karte, die gefunden werden muss, um zu gewinnen. Spielten genug Leute mit, änderte ich die Markierung und machte sie an eine andere Karte. Spielten noch nicht genug mit, dann gewannen die Spieler ihre Einsätze und wir taten alles sie um Doppel oder gar nichts spielen zu lassen. Meist war es spätestens dann so weit, wenn auch die anderen Zuschauer sahen, dass ich wirklich zu blöd war die Markierung zu sehen, gab es richtig dicke Einsätze. Ich änderte die Markierung und wir gewannen. Meist war kurz danach Schluss, wir wollten ja kein Risiko eingehen. Oft zog ich schmollend von dannen und machte den Spielern einen Vorwurf weil sie die Karten markiert haben und betrügen wollten.</p>
<p>So schlugen wir uns dann bis Wien durch. Man macht damit kein Vermögen, aber heute umgerechnet dürften es schon an die 1.000 € pro Aktion gewesen sein. Wir konnten jeden Tag im Hotel schlafen, gut essen und auch mit Bahn, Bus oder Taxi reisen. In Wien angekommen wollten wir uns erstmal ein wenig erholen und die Touristen ausnehmen. An unserem ersten Abend rechneten wir grob durch wie viel Geld wir in der nächsten Woche machen würden. Es war Wien und wir rechneten locker mit 2.000 bis 5.000 € am Tag also ca. 25.000 bis 30.000 € in der Woche. Mit unserem bis dahin gewonnenen Geld wollten wir uns dann in Deutschland mit irgendetwas selbstständig machen. Wir träumten von einem Bauunternehmen oder einem Restaurant, wir dachten sogar an ein Bordell, eine Disko und sonstiges in diesem Bereich.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Leider kam unseren Träumen jedoch die Realität dazwischen. Als wir starten wollten war Wien voll von Monte- und Hüttchenspielern. Und nicht nur, dass diese uns unsere Kunden wegnahmen, nein die wurden auch noch richtig aggressiv bis hin zu „Standmiete“ für 15min aufstellen mussten wir zahlen. Damit und dem bereits in bar und im Voraus bezahltem Hotel waren wir wieder mal fast Pleite. Jedoch unsere Kollegen, die anderen Hüttchenspieler, sollten uns doch noch helfen. Sie schlugen uns nämlich vor, als sie uns ganz freundlich des Platzes verwiesen, wir sollten uns doch ins Kasino bemühen und dort die Leute abziehen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Dem Tipp folgten wir natürlich, auch wenn wir ihn nicht wirklich glaubten. Ist man jedoch hoffnungslos, versucht man vieles. Wir also unser Brett und alles zusammen gepackt, ins Taxi gestiegen und ins Kasino gefahren. Dort erst einmal nicht schlecht gestaunt, als sie Eintritt wollten, und nicht hinein ließen, dort alle irgendetwas spielten und überhaupt kaum jemand aß oder tanzte. Was war passiert? Für uns war ein Kasino der Speiseraum von Offizieren und nicht etwas in dem Glücksspiel betrieben wurde. Tja wir kamen nicht hinein, doch waren wir angefixt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Es ging also drum Ausweise und anständige Kleidung zu bekommen. Beides war kein wirkliches Problem belastete unser Budget jedoch ziemlich. Wir waren so Pleite, dass wir es nicht mal mehr zurück geschafft hätten. Ein paar hundert Schilling war alles. Also setzten wir alles auf eine Karte und kurz vorm Weinen als wir dann endlich im Kasino standen. Nicht nur, dass uns die Atmosphäre beeindruckt hatte, nein wir wussten auch nicht wie wir hier Geld verdienen sollten. Doch bevor wir durchdrehten entschlossen wir uns mal alles genauer anzuschauen. Wir wechselten das Geld in Chips und spazierten durchs Kasino. Wir wollten etwas mit Karten machen, jedoch fasste beim Black Jack niemand seine Karten an und Poker haben wir damals entweder übersehen oder es gab es noch nicht. Zum Schluss entschieden wir uns es mit Roulette zu versuchen. Unser Plan war auf Schwarz oder Rot zu setzen. Erst klein und wenn wir verlieren dann verdoppeln bzw. wenn wir gewinnen dann doppelt so hoch zu spielen. Das Glück war uns hold und wir verloren nicht gleich alles, gewannen leider auch nicht viel.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Doch dann sollte uns doch noch die Muse küssen. Neben uns wurde um richtig Geld gespielt und wir bewunderten die Leute bloß. Eine gut genährte Dame, die sich kaum bewegen konnte an dem Tisch, stoß einen Jeton von ihrem Stapel und direkt in Mirceas Arme. Der bemerkte natürlich nichts und ich wollte den Jeton unbedingt haben. Also nahm ich einen seiner Jetons vor ihm und beugte mich über den Tisch um zu setzen, dabei nahm ich dann auch den Jeton der guten Dame. Auf der Toilette überlegten wir dann was möglich ist und entschieden uns, dass wenn die Gute dabei nichts gemerkt hat, man sie sicher auch gut beklauen kann. Dazu wollte ich mich immer über den Tisch beugen und setzen und während dessen Griff Mircea unter mir durch und klaute den ein oder anderen Jeton.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">So machten wir gut ein paar Tausend Schilling am Tag, so dass wir Wien wieder mit gefüllten Taschen verlassen konnten und uns weiter Richtung Deutschland machen.</p>

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		<title>Überfall und kaputte Lunge 2</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 19:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

		<category><![CDATA[Betrüger]]></category>

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		<category><![CDATA[Überfall]]></category>

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<p> <![endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Während ich dann so sein Geld einsortiert habe, und ihm das Restgeld von seinem Hunderter, mit dem er bezahlt hatte raus nahm redete ich ein wenig mit ihm. Leider schien ihn doch das Geld in der Kasse mehr zu interessieren und er griff beherzt hinein. Oder besser gesagt er versuchte es. Damit er an die Kasse kommt musste er sich doch recht stark über den Tresen beugen und ich reagierte recht schnell. Ich griff seine Hand und zog ihn komplett hinüber. Was kein Problem war, da er eh schon halb auf der Theke hing. Er fiel vor mir auf den Boden und ich verarztete ihn dementsprechend. Natürlich nur um ihn anschließend hochzunehmen und mehr oder weniger freundlich aus dem Laden zu begleiten. Er wehrte sich zwar und das ein oder andere ging zu bruch, jedoch bis auf das ich ihn bei ersten Versuch rauswarf ohne die Tür zu öffnen gab es keine Probleme. Dachte ich. Ich drehte mich genervt um, damit ich den Besen holen konnte um die Scherben wegzukehren. Doch Marek hatte nicht genug, er kam zurück und wollte noch einen Versuch starten. Ich ging ihm entgegen, er aber ergriff einen Splitter, der zerbrochenen Vase und rammte ihn mir in die Seite.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Sein Pech war, dass ich dadurch zu Boden ging, er nicht mehr ganz so fit war und da auf dem Boden noch mehr Splitter rum lagen. Einen versenkte ich in seinem Oberschenkel, einen im Knie und ich glaube mit einem weiteren ist es mir gelungen ihm irgendein Band am andren Knie durchzuschneiden. Er krabbelte nämlich nur noch aus dem Lokal.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich rief dann eine meiner Kellnerinnen an bevor ich den Notarzt informierte. Man weiß ja nie wie so eine Situation ausgeht und ob nicht gleich die Polizei am Tatort erscheint. Da ist es dann doch gut wenn davor jemand drüber geschaut hat und sich ein wenig um die Ordnung kümmert. Man kann ja nicht die Polizei in den Laden lassen und die Stühle stehen nicht richtig und ähnliches. Milena kümmerte sich um alles und der Notarzt war dann auch in ein paar Minuten dort.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Als ich dann im Krankenwagen lag schien das ganze ausgestoßene Adrenalin etwas nachzulassen und ich verlor das Bewusstsein. Aber wahrscheinlicher ist wohl, dass sie mir etwas gegeben haben. Ich verliere doch nicht wegen so einer Kleinigkeit das Bewusstsein. Aufgewacht bin ich dann erst wieder am nächsten oder übernächsten Tag, ich weiß es schon gar nicht mehr, mit einem Schlauch in meiner Brust sowie so ein Pumpding daran.</p>

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		<title>Überfall und kaputte Lunge 1</title>
		<link>http://www.falschspieler.info/2008/12/27/uberfall-und-kaputte-lunge-1/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 05:43:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

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So da bin ich wieder. Meine Zeit war anscheinend noch nicht gekommen. Oder vielleicht konnten die beiden sich auch nicht einigen ob ich nach oben oder nach unten soll. Wahrscheinlich wollte mich keiner – zu hohes Risiko einem Betrug aufzusitzen – und daher haben sie mich einfach zurück geschickt.

Danke erstmals für die vielen tollen Beiträge. [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal">So da bin ich wieder. Meine Zeit war anscheinend noch nicht gekommen. Oder vielleicht konnten die beiden sich auch nicht einigen ob ich nach oben oder nach unten soll. Wahrscheinlich wollte mich keiner – zu hohes Risiko einem Betrug aufzusitzen – und daher haben sie mich einfach zurück geschickt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Danke erstmals für die vielen tollen Beiträge. Im Krankenhaus durfte ich leider keinen Laptop haben und konnte daher auch nichts schreiben. Aber jetzt bin ich schon wieder fast fit. Die nächsten Wochen werde ich wohl noch in der Reha verbringen, aber dann wieder voll durchstarten. Und die Sache hat ja auch etwas gutes. Ich habe erst einmal aufgehört mit dem Rauchen. Ich bin gespannt wie lange das anhält.</p>
<p class="MsoNormal">Aber genug davon, jetzt will ich erst einmal erzählen was passiert ist. Es war am Montag Abend, ich hatte gerade den letzten Beitrag veröffentlicht und bin wieder ins Lokal, um die Abrechnung für November zu machen. Meine Mädels waren den Abend über alleine und als ich hinkam, waren schon die meisten Gäste weg. Bis auf einen Alkoholiker, der oftmals seine Abende bei uns verbringt, war niemand mehr da. Ich verabschiedete mich von meinen Mädels und machte mich an die Arbeit. Der Säufer saß wie immer still an der Theke und trank. Ich ließ ihn dort, er störte ja nicht und so lange ich dort arbeitete sollte er ruhig noch seine fünf bis sechs Bier trinken. Umsatz ist Umsatz, also was solls.</p>
<p class="MsoNormal">Ich arbeitete dann so vor mich hin und er trank so vor sich hin. Ich denke in einer Stunde gut zehn Bier und halb so viel Schnaps. Als ich fertig war wollte ich noch schnell kassieren, und dann auch das Geld aus der Kasse nehmen. Normalerweise nehmen wir jeden Montag Abend das Geld aus der Kasse – und bringen es selbstverständlich ordnungsgemäß zur Bank. Im November war es nicht so. Keine Ahnung warum, ich hatte keine Lust und war auch mit anderen Dingen beschäftigt. Also nahm ich nur immer wieder Geld direkt aus der Kasse – natürlich richtig abgerechnet. Auf jeden Fall war die Kasse gut gefüllt als ich sie öffnete, um sein Geld hinein zu legen. Meinen Kellnerinnen hab ich das zwar verboten. Sie haben ja auch ihre eigenen Brieftaschen und sind angehalten erst am Abend das gesamte Geld, minus dem Trinkgeld natürlich, in die Kasse zu tun, außer jemand verlangt eine Rechnung. Naja aber ich bin Chef. Und Chef läuft nicht mit so einer großen Kellnerbrieftasche herum, denn das sieht nicht gut aus. Also geht Chef immer direkt an die Kasse.</p>
<p class="MsoNormal">Um ehrlich zu sein habe ich mir bei dem auch nichts gedacht. Marek, so heißt er übrigens, schien mir nicht der typische Alkoholiker zu sein. Also Pleite und völlig verzweifelt. Ich würde ihn eher als funktionierenden Alkoholiker bezeichnen. Wenn ich ihn so anschaue bin ich der Meinung er ist in Krankenrente oder ähnlichem und selten knapp bei Kasse. Das ein oder andere mal habe ich ihn schon zu einem Spiel eingeladen, aber er hat immer dankend abgelehnt und gesagt, dass er nicht um Geld spielt. Er ist auch immer anständig gekleidet, kommt ab und zu nüchtern in den Laden und macht auch sonst nicht einen völlig fertigen Eindruck. Gut am Anfang des Monats quillt sein Geldbeutel über vor Fünfziger und Hunderter, jedoch selbst am Ende des Monats hat er meist noch genügend Material übrig. Ich habe mir also keine Gedanken oder Sorgen gemacht, jetzt vor ihm die Kasse aufzumachen, in der auch ein paar fünfhundert Euro Scheine lagen.</p>

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		<title>Mein Großvater</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 22:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

		<category><![CDATA[BackGammon]]></category>

		<category><![CDATA[Betrüger]]></category>

		<category><![CDATA[Falschspieler]]></category>

		<category><![CDATA[Großvater]]></category>

		<category><![CDATA[Poker]]></category>

		<category><![CDATA[Rumänien]]></category>

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Über meinen Großvater gibt es eine Menge Geschichten zu erzählen, und vor allem viele, die er mir erzählt hat. Aber ich will euch eine erzählen, die ich von meiner Oma habe. Für mich als Kind und Jugendlicher war Amerika immer das Traumlaund, was man davon gehört und gelesen hat. Ich konnte nie verstehen, warum meine [...]]]></description>
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<p>Über meinen Großvater gibt es eine Menge Geschichten zu erzählen, und vor allem viele, die er mir erzählt hat. Aber ich will euch eine erzählen, die ich von meiner Oma habe. Für mich als Kind und Jugendlicher war Amerika immer das Traumlaund, was man davon gehört und gelesen hat. Ich konnte nie verstehen, warum meine Großeltern mit meinem Vater wieder zurück gekommen sind. Also habe ich irgendwann meine Oma danach gefragt. Sie erzählte mir dann folgende Geschichte. Befor ich anfange muss man natürlich wissen, dass mein Großvater auch ein riesen Zocker war und den ein oder anderen Trick drauf hatte.</p>
<p>Auf jeden Fall war es anscheinend auch in Amerika so. Meine Großeltern waren kaum angekommen schon hatten sie auch Arbeit gefunden. Mein Großvater arbeitete am Anfang viel von Frühmorgens bis Spätabends. Doch verdient hat er nicht sonderlich gut. Und das was sie verdient hatten, wurde zurückgelegt. Sie lebten also nicht im Saus und Braus. Je besser sie sich eingelebt hatten umso besser ging es ihnen auch. Zuerst dachte meine Oma einfach nur, dass mein Großvater mehr verdient. Aber als er immer später zur Arbeit ging wurde sie doch misstrauisch und stellte ihn zur Rede. Mein Opa gestand dann, dass er gar nicht mehr Arbeitet sondern Karten spielt. Er würde nur noch ab und zu als Tagelöhner arbeiten. Gestört hatte es sie schon, aber ihrem Mann konnte sie nichts sagen. Und das Geld hat ja auch gestimmt. Mein Opa spielte also dieses neumodische Kartenspiel, und verdiente damit ziemlich viel Geld. Ab und zu kam er verprügelt nach Hause und meine Oma hat es versucht ihm auszureden. Aber er ließ sich nichts sagen, und das Geld hat ja auch gestimmt. So drückte sie beide Augen zu.</p>
<p>Eines Morgens jedoch kam mein Opa heim und sagte zu ihr, sie solle packen es geht wieder nach Hause. Sie war der Meinung er hat sich wieder geprügelt und diesmal mit den falschen Leuten. Also packten sie alles, nahmen meinen Vater und fuhren so schnell es geht wieder nach Rumänien. Was an dem Abend wirklich passiert ist habe ich von ihnen nie erfahren.</p>
<p>Allerdings habe ich den starken Verdacht, mein Opa hat jemanden zum Fenster raus geschmissen und dabei entweder schwer verletzt oder sogar mehr. Wie ich drauf komme? Mein Opa hat mir öfters erzählt, dass er als Tagelöhner auf dem Bau gearbeitet hat und von seinen zwei Kumpels Georg (einem Engländer) und Marco (einem Italiener). Er hat auch eine Menge mit den beiden gespielt. Eines Tages kam Georg zu Besuch. Mein Opa war schon ziemlich alt und genau so Georg. Ich fragte dann nach Marco, doch beide haben mir immer nur ausweichend geantwortet und sich auch oft widersprochen. Doch als beide einmal getrunken und Back Gammon gespielt haben sind sie in Streit geraten. Als mein Opa dann wütent aufgesprungen ist meinte Georg: &#8220;Bleib ruhig, hier sind die Fenster nicht hoch genug!&#8221;</p>
<p>Ich habe mich ehrlich gesagt nie getraut meinen Großvater darauf anzusprechen. Ich dachte immer wenn er reden will, wird er es mir schon erzählen. Aber hat er leider nie. Gestern als ich an seinem Grab stand kam mir die Geschichte wieder in den Sinn. Ich dachte ich kenn meinen Großvater so gut und ich habe ihn immer bewundert. Aber eigentlich kenn ich nur das Bild, dass er mich von sich machen ließ. Trotzdem bewundere ich ihn, ich frage mich blos wieviel Einfluss er auf mich hatte. Naja aber jetzt genug bevor ich noch wirklich sentimental werde - Scheiß Midlifecrisis.</p>
<p>Ich bin übrigens gerade in Rumänien, daher schreibe ich so selten und der Beitrag übers Kartenzählen zieht sich noch etwas hin. Ich musste kurzfristig her, aber morgen früh geht es schon weider zurück, dann änder ich auch des Design von dem Blog. Es gefällt mir irgendwie nicht so richtig. Aber vielleicht lass ich es auch. Jetzt aber genug für heute und allen noch eine angenehme Nacht.<br />
Gruß Vlad</p>

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		<title>Ich werde alt</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 18:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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vor über einer Woche, habe ich ja schon erzählt, hat meine Tochter Geburtstag gefeiert. An seinen Kindern sieht man erst wie alt man selbst ist. Vorgestern hat sie noch Jungs doof gefunden, gestern musste ich ihre Verehrer vertreiben und heute fordern mich ihre Freunde zu einem Pokerspiel heraus, weil sie denken den alten Knacker zocken [...]]]></description>
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<p>vor über einer Woche, habe ich ja schon erzählt, hat meine Tochter Geburtstag gefeiert. An seinen Kindern sieht man erst wie alt man selbst ist. Vorgestern hat sie noch Jungs doof gefunden, gestern musste ich ihre Verehrer vertreiben und heute fordern mich ihre Freunde zu einem Pokerspiel heraus, weil sie denken den alten Knacker zocken wir doch noch locker ab.</p>
<p>Aber von Anfang an. Meine Tochter und ihre Freundin haben gefeiert. Da waren natürlich auch Männer/ Jungs dabei. Darunter leider auch ein paar ganz spezielle. Aufgefallen sind sie mir zuerst durch ihr geniales &#8220;But they were suited&#8221; oder so. Überzeugt haben sie mich durch ihren eigewilligen Tanzstil. Meine Tochter hat natürlich auch viele Freunde aus Rumänien, so dass auch rumänische Musik gespielt und getanzt wurde. Naja zu ihren Verrenkungen will ich mich nicht weiter auslassen, auf jeden Fall fing ich an mich doch sehr zu wundern. Normalerweise pflegte meine Tochter doch einen anderen Umgang. Meine Kleine wird halt auch älter und irgendwann achtet man vermutlich mehr auf die inneren Werte.</p>
<p>Doch da habe ich mich ganz gewaltig getäuscht. Als ich meine Tochter fragte wer die sind, erzählte sie mir nur, dass sie Tutoren sind und irgendwelche Mitarbeiter bei einem von ihren Proffessoren. So langsam ahnte ich woher der Wind weht, aber so richtig klar wie sehr meine Tochter mir ähnelt, wurde mir erst als meine Tochter mir erklärte, dass sie im Internet  Poker spielen und ich sie ausnehmen sollte. Am Ende sollte ich sie dazu bringen, dass meine Tochter die nächsten Klausuren bevor sie geschrieben werden sehen darf. - Hat man da jetzt etwas in der Erziehung falsch gemacht, wenn die Tochter nach einem kommt? Keine Ahnung und ich wollte mich auch an dem Abend nicht damit beschäftigen.</p>
<p>Ich mich dann bei der nächsten Gelegenheit zu den Jungs gesetzt und ihnen einen rumänischen Schnaps eingeschenkt. Dabei sind wir natürlich auch auf das Thema Poker gekommen. Ich hab erzählt wie viel ich schon damit verloren habe und das Poker doch genau so ein Glücksspiel wie alle anderen ist. Dann haben sie mir erzählt, dass es nicht so ist. Und wieviel Geld sie schon im Internet damit verdient haben. Ich dann weiter, dass Internet Poker doch kein richtiges Poker ist und die Limits doch kein Geld. Erst ab 30€ Ante fängt das richtige Spiel an, und Holdem ist doch eh blödsinn. Mit jedem weiteren Schnaps wurde ich &#8220;besoffener&#8221; und die Jungs heißer mich auszunehmen. Gereicht hat es ihnen wohl als ich in Anwesenheit meiner Tochter und noch ein paar anderen Mädels behauptet habe, dass sie gerade eh keine Chance gegen mich haben. Ich habe nämlich einen Lauf und letzte Woche erst beim Roulette 30.000€ gewonnen. Dann wollten sie spielen.</p>
<p>Geld hatten sie aber leider keins, so dass ich ihnen Kredit anbot. Zuerst sollte es um einen Buy In von 1.000€ gehen. Nachdem ich aber gemeint hab, ob sie wirklich nur so wenig online gewonnen haben einigten sie sich drauf, dass sie doch in der Lage waren auch um 10.000€ zu spielen.</p>
<p>Das Spiel ging also los. Und ich muss sagen es zog sich ewig hin. Die Jungs waren nicht nur extrem tight, nein sie haben wohl auch ganz eindeutig über ihrem Limit gespielt. Ich glaube wir haben von 20 Händen im Schnitt einmal den Flop gesehen und dann haben sie meist aufgegeben. Bei Blinds von 30/60 könnt ihr euch sicher vorstellen wie lange sich das hingezogen hätte. Also fing ich an das Austeilen ein wenig zu manipulieren. Zunächst lies ich sie untereinander ein wenig Spielen und ließ das Geld hauptsächlich zu einem Spieler wandern. Ich versuchte die anderen auf Tilt zu bringen, um mich später um sie zu kümmern. Am Anfang funktionierte es gar nicht. Die Jungs haben so was von soft gegeneinander gespielt. Nach einer Weile bekam ich dann die Gelegenheit das Deck richtig zu manipulieren. Ich ließ einen T high Straightflush auf dem Turn gegen einen geflopten Flush und Straightflush laufen. Zusätzlich motivierte ich sie indem ich ein wenig stichelte, dass der Spieler mit dem geflopten Straightflush seine Hand aufgeben sollte. Er hat eh keine Chance, weil der andere eine bessere Hand hat und auch besser spielt. Die Jungs waren schon ein wenig angetrunken, und stiegen fast voll drauf ein. Leider gab es schon am Flop zu viel Action, so dass der Spieler, der den Nut Straightflush turnen sollte ausstieg. Aber die anderen beiden haben sich so rein gesteigert, dass es wirklich zum All In und auch zum Streit kam. Gut ganz hatte ich mein Ziel nicht erreicht, ich wollte ja nur ein paar getiltete Short Stacks, aber wenigstens begann der Big Stack jetzt Druck zu machen. Mit guten Flops konnte ich ihm dann doch etwas Geld abnehmen und jetzt begann der andere Spieler, der den Straight Flush hätte turnen sollen sich aufzurgen weil das ganze Geld wieder zu mir wandert. Er war der Meinung er wäre mit dem Geld besser umgegangen und mittlerweile auch, dass er der bessere Spieler ist.</p>
<p>Schön auf Tilt dauerte es dann auch nicht mehr lange bis ich das meiste Geld bei mir hatte. Ich sagte dann wir sollten jetzt besser aufhören, sonst verlieren sie noch mehr. Doch das wollten die Jungs nicht und da kein Geld mehr da war liehen sie sich noch mehr, damit sie nochmal Heads Up gegen mich spielen konnten. Leider haben sie auch das verloren und hatten im Endefekt ca. 50.000 Schulden bei mir. Ich weiß ja nicht wie hoch die Jungs sonst im Internet spielen, aber ich hatte das Gefühl, dass sie hier schon den Großteil ihrer Bankroll verzockt haben. So nebenbei hatte ich gehört, dass sie im Internet NL 600 bzw. NL 400 spielen. Als es dann vorbei war habe ich sie erst mal Heim geschickt und gesagt sie sollen am nächsten Tag wieder kommen, dann reden wir drüber wie wir weiter vorgehen.</p>
<p>Am nächsten Tag sind sie wirklich brav gekommen und ich habe ihnen ein Angebot gemacht, dass sie nocht ablehnen konnten. Ich erlasse ihnen ihre Schulden wenn sie meiner Tochter bis zu ihrem Abschluss jedes mal die Klausur mit Lösungen besorgen. Sie haben eingewilligt und meine Kleine wird Anfang April ihre erste Klausur sicher mit einer 1 bestehen.</p>
<p>Warum ich alt werde? Naja irgendwann gegen Morgen ist dann jemand auf mich zu gekommen und meinte die Anlage piept. Ich konnte nix hören aber hab gemeint wenn er weiß wie man es richtet soll er es gerne machen. Als ich dann meine Tochter drauf angesprochen habe sagte sie auch, dass es teilweise gepiept hat, und dann kam der fatale Satz: &#8220;Die Frequenz war wohl zu hoch, ab einem gewissen Alter hört man nicht mehr solche Frequenzen.&#8221; Autsch, das hatte gesessen. Aber was will man machen. Früher kam meine Tochter zu mir und wollte ein Barbie Traumhaus, jetzt kommt sie und will as ich ihre Freunde beim Pokern abzocke. Es hat sich wirklich was geändert und vermutlich bin ich doch auch etwas älter geworden.<br />
Gruß Vlad</p>

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		<title>Mein erster Betrug II</title>
		<link>http://www.falschspieler.info/2008/03/17/mein-erster-betrug-ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 00:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

		<category><![CDATA[BackGammon]]></category>

		<category><![CDATA[Betrug]]></category>

		<category><![CDATA[Falschspiel]]></category>

		<category><![CDATA[gezinkte Würfel]]></category>

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Ich stand also völlig aufgelöst vor meinem Großvater. Er tröstete mich erstmal und sagte, dass wir das schon wieder hinbekommen. Und das Männer nie und nimmer weinen, vor allem nicht wenn sie beim Spielen verloren haben. Dazu muß man sagen, dass mein Großvater ein begeisterter Spieler war. Er liebte es Karten zu spielen und auch [...]]]></description>
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<p>Ich stand also völlig aufgelöst vor meinem Großvater. Er tröstete mich erstmal und sagte, dass wir das schon wieder hinbekommen. Und das Männer nie und nimmer weinen, vor allem nicht wenn sie beim Spielen verloren haben. Dazu muß man sagen, dass mein Großvater ein begeisterter Spieler war. Er liebte es Karten zu spielen und auch BackGammon spielte er liebend gerne. Er war sogar einer der wenigen im Dorf - ich glaube sogar der Einzige außer in der Kneipe - der eigene Karten und auch ein BackGammon Spiel hatte. Im Dorf hat man sich sogar die Geschichte erzählt, er wäre aus Amerika zurück gekommen, weil er im Streit wegen einem Spiel einen anderen aus dem Fenster geworfen hat. Aber zu ihm erzähl ich ein anderes mal mehr. Auf jeden Fall haben wir uns erst einmal hingesetzt und meine oma hat Kuchen gebracht. Naja Kuchen kann man es nicht wirklich nennen, es war irgend ein Teig mit Zucker, dass es ein bisschen süß ist. Dann hat er angefangen zu erzählen. Er erzählte mir, daß wenn man um wirklich wichtige Sachen spielt, man immer den Vorteil auf seiner Seite haben muß. Man darf nie spielen wenn es sich nicht lohnt, wenn man mehr verlieren kann als gewinnen. Der Gegner muß aber die ganze Zeit das Gefühl haben, er ist der Bessere und hat den Vorteil auf seiner Seite.</p>
<p>Kapiert habe ich da natürlich nicht wirklich was mein Opa mir erzählt hat. Auf jeden Fall hat er danach gesagt, ich soll zu den Jungs gehen und sie her bringen. Habe ich also gemacht. Als dann alle hier waren hat mein Opa ihnen folgendes Angebot gemacht. Wenn ich gewinne, bekomme ich die Zigaretten und meine Jeans wieder. Wenn er gewinnt bekommt der das BackGammon Brett. Wir spielen drei Spiele und wer davon zwei gewinnt, hat gewonnen. Ich wollte nicht wirklich, weil so ein Brett war wirklich viel Wert. Das war selbst mir damals ziemlich klar. Mein Großvater beruhigte mich aber und sagte ich soll mir keine Sorgen machen. Also fingen wir an. Und ich verlor das erste Spiel. Ich war aufgeregt wie noch nie. Mein Großvater hatte sich in meinen Augen auf mich verlassen und ich bin kurz davor sein Brett zu verlieren. Doch auch hier beruhigte er mich wieder und sagte ich soll in Ruhe weiter spielen. Das zweite Spiel sah jedoch nicht besser aus, ich war kurz davor auch das noch zu verlieren. Als ich dann würfeln wollte nahm mein Opa die Würfel. Er hielt sie mir vor den Mund und sagte ich muss immer ganz fest drauf pusten. Er hätte das in Amerika gelernt. Ich pustete drauf und wünschte mir, dass ich noch gewinne. Er gab mir die Würfel wieder in die Hand und ich spielte weiter.</p>
<p>Wow wie ich los legte. Ich würfelte ein Pasch nach dem anderen. Zwei Sechser, Fünfer, Fünf-Sechs usw. Ich gewann das zweite Spiel ohne Probleme und genau so das Dritte. Der andere mußte mir direkt die Zigaretten übergeben und nach Hause laufen meine Jeans wieder holen. So konnte ich die Zigaretten wieder an ihren Platz legen bevor mein Vater vom Feld kam. Meinem Opa musste ich aber versprechen, meinen Eltern nichts davon zu erzählen. Ich habe dann erzählt, dass ich die Jeans wieder gewonnen habe. Meine Eltern waren ein wenig sauer, und ich habe ihnen dann versprochen nie wieder zu spielen.</p>
<p>Das ich das natürlich nicht gemacht habe könnt ihr euch ja denken. Aber wenn ich in nächster Zeit gespielt habe, dann immer nur um Kleinigkeiten und ich habe darauf geachtet, dass meine Gegner immer mehr verlieren können wie ich. Wenn es dann mal doch nicht lief, hatte ich ja immer noch meine Geheimwaffe. Ich pustete einfach auf die Würfel, denn so machen es ja auch die Amerikaner. Und die haben ja auch den Krieg gewonnen. Was konnte da noch schief gehen. Mein Großvater war für die nächste Zeit mein Held. Denn er hat mir gezeigt wie man gewinnt. Das da irgend etwas nicht gestimmt haben könnte dachte ich in dem Alter noch nicht. Der Trick war für mich einfach auf die Würfel zu pusten. Erst später habe ich dann mehr darüber erfahren.</p>
<p>Gruß und gute Nacht<br />
Vlad</p>

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		<title>Mein erster Betrug</title>
		<link>http://www.falschspieler.info/2008/03/13/mein-erster-betrug/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 22:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

		<category><![CDATA[ausländische Zigaretten]]></category>

		<category><![CDATA[BackGammon]]></category>

		<category><![CDATA[Betrug]]></category>

		<category><![CDATA[Jeans]]></category>

		<category><![CDATA[Opa]]></category>

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Ich kann mich noch ganz genau daran erinner. Es war im Sommer und ich war sechs Jahre alt. Naja ganz so wirklich weiß ich es nicht. Es ist aber auf jeden Fall, das erste Mal an das ich mich erinnern kann. Mit Betrug an sich ist man ja ständig in Berührung gekommen zu dieser Zeit. [...]]]></description>
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<p>Ich kann mich noch ganz genau daran erinner. Es war im Sommer und ich war sechs Jahre alt. Naja ganz so wirklich weiß ich es nicht. Es ist aber auf jeden Fall, das erste Mal an das ich mich erinnern kann. Mit Betrug an sich ist man ja ständig in Berührung gekommen zu dieser Zeit. Die einen haben den Staat betrogen, die anderen haben die Betrogen, die den Staat betrogen haben. So war es eigentlich ein ständiges Hin und Her. Wenn ein Feld geerntet wurde, war es normal, dass die Hälfte in die Scheune des Vorarbeiters transportiert wurde. Dabei ist nochmals die Hälfte verschwunden und bei den Transporteuren gelandet usw. So hat das System funktioniert, und selbst als Kind hat man es mitbekommen. Aber niemand hätte es wirklich als Betrug oder Diebstall bezeichnet. Es war einfach so und fertig.</p>
<p>Aber jetzt zu meiner ersten Betrugserinnerung. Es war wirklich Sommer und ich dürfte so 8 oder 9 Jahre gewesen sein, so ca. in der dritten Klasse. Im Dorf gab es nicht so viele Kinder, so daß wir auch mit Älteren gespielt haben. An diesem Tag jedoch haben wir Back Gammon gespielt. Wir hatten natürlich kein Brett. Ich glaube im ganzen Dorf gab es nur drei oder vier Spielbretter und zwei davon standen in der Kneipe. Wir haben im Sandkasten gespielt. Der auch kein richtiger Sandkasten war sondern eine Grube mit Sand für den Bau. Dort haben wir uns das Spielfeld aufgemalt und mit Steinen als Figuren. Würfen hatten wir, allerdings nur einen. Mit dem dann immer zweimal gewürfelt wurde.</p>
<p>Wir haben da ein paar Spiele gespielt und als ich an der Reihe war, meinte mein Gegner: &#8220;Na du deutscher Angeber, zeig mal ob du den Mum hast auch um was zu spielen. Wir spielen jetzt um deine Jeans.&#8221; Genau im Kopf hab ich eigentlich nur noch den Anfang seiner Aussage, dass er mich als deutschen Angeber bezeichnet hat. Eine Jeans war natürlich etwas wirklich besonderes. Kein anderes Kind hatte eine im ganzen Dorf. Meine haben meine Großeltern aus Amerika mitgebracht, in der weißen Vorraussicht, dass ihr Sohn sicher mal Kinder bekommen wird. Und diese sollten dann auch eine Jeans haben. Auf jeden Fall ließ seine Aussage nicht auf mir sitzen und spielte mit. So eine große Auswahl hatte ich natürlich nicht, er war älter bestimmt schon 15 oder 16. Also war mein Einsatz meine Jeans und sein Einsatz war auch meine Jeans. Tja das Ende von der Geschichte, er hat gewonnen und ich musste meine Jeans direkt ausziehen. Ich bin dann in Unterhosen nach Hause gelaufen, wo ich mir erstmal von meinem Vater etwas anhören durfte. Ich hab geflennt wie ein Schlosshund und wollte, dass mein Vater mir meine Jeans wieder holt. Hat er aber nicht gemacht und nur gesagt ich sei selbst schuld.</p>
<p>Nachdem ich mich dann am nächsten Tag wieder beruhigt hatte wollte ich alles dran setzen meine Jeans wieder zu bekommen. Ich hatte auch einen genialen Plan. Mein Vater hatte ausländische Zigaretten. Die hatte er bestimmt über 10 Jahre oder so bereits aufgehoben. Wie lange weiß ich nicht mehr, aber er hat immer erzählt, die sind älter als ich. Die sollten mein neuer Einsatz sein. Ich habe also eines Nachmittags in die Stube geschlichen, die restliche Schachtel Zigaretten geklaut und bin losgezogen meine Ehre wieder herzustellen und meine Jeans zurück zu gewinnen. Mein Gegner konnte sich natürlich die Chance nicht entgehen lassen und ging auf den Deal ein. Ich war mir sicher, diesmal gewinn ich. Leider war dem nicht so, und ich habe auch meinem Vater seine Zigaretten verloren.</p>
<p>Nach Hause habe ich mich nicht mehr wirklich getraut. Ich wußte das gibt Prügel. Auch wenn man Vater mich nie wirklich geschlagen hat, hier hätte ich mir ein paar gefangen. Daher habe ich es vorgezogen zu meinem Opa, dem Vater meines Vaters, zu gehen und ihm die Geschichte unter Tränen zu beichten. Er konnte mir kaum einen Wunsch abschlagen, und spätestens wenn ich angefangen habe zu weinen, hat er mir jeden Wunsch erfüllt &#8230;</p>
<p>So jetzt aber genug für heute. Morgen geht es weiter. Nicht daß mir noch irgendwann der Stoff ausgeht.</p>
<p>Gute Nacht<br />
Vlad</p>

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		<title>Wo komme ich her</title>
		<link>http://www.falschspieler.info/2008/02/26/wo-komme-ich-her/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 00:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>vladimirj</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>

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Da ja letztens schon Spekulationen angefangen haben, ich sei ein Fake will ich hier mal einiges klar stellen. Man hat gesagt, Vladimir ist die europäische Version von Wladimir, und kein Osteuropäer würde sich Vlad nennen. Das stimmt auch für die slawischen Völker, aber nicht für Rumänien. Die rumänische Sprache ist eine romanische Sprache und daher [...]]]></description>
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<p>Da ja letztens schon Spekulationen angefangen haben, ich sei ein Fake will ich hier mal einiges klar stellen. Man hat gesagt, Vladimir ist die europäische Version von Wladimir, und kein Osteuropäer würde sich Vlad nennen. Das stimmt auch für die slawischen Völker, aber nicht für Rumänien. Die rumänische Sprache ist eine romanische Sprache und daher dem Französischen und Italienischen ähnlich. Dort gibt es eben das V und somit auch den Namen Vladimir.</p>
<p>Weiter hieß es wenn jemand in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, vor allem dort in der Umgebung, kann es nicht sein, dass er Englisch, Deutsch und sogar noch einige andere Sprachen kann. Doch auch das kann sein. Dadurch, dass rumänisch verwandt ist mit allen anderen romanischen Sprachen ist es auch für ein durchschnittlich Intelligenten Menschen kein Problem diese Sprachen zu lernen. Vor allem wenn man etwas rumkommt in unserem Nachbarland. Wieso ich aber Englisch und Deutsch kann will ich euch jetzt erzählen.</p>
<p>Zunächst einmal wie schon gesagt bin ich in Rumänien geboren. Wann genau bleibt mein Geheimniss aber es war so um 1960 rum. In Rumänien lebten zu der Zeit viele Deutschsprachige, darunter die so genannten Banater bzw. Donauschwaben und die Siebenbürger Sachsen. Die einen sind schon im Mittelalter, die anderen erst im achtzehnten Jahrhundert dorthin ausgewandert. Darunter waren auch meine Vorfahren. Diese Gebiete gehörten damals noch mehr oder weniger zu Deutschland bzw. seinen Vorgängermonarchieen. Irgendwann kamen diese Gebiete dann ins Königreich Ungarn und dann auch zu Rumänien. Die Schwaben oder Sachsen haben aber immer deutsch untereinander geredet. Und so kommt es jetzt, dass ich zuhause mit meinen Großeltern und Eltern deutsch geredet habe.</p>
<p>Mein Vater war zwar auch ein Schwabe, jedoch sind viele Schwaben anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert. Armut und Hoffnungslosigkeit trieben sie dazu. Meine Gr0ßeltern waren dort auch dabei und wanderten mit meinem Vater als Baby nach Amerika aus. Dort hat man versucht Geld zu verdienen und dann wieder zurück zu kommen. Ihr seht, diese Wünsche gibt es immer, überall und zu jeder Zeit. Zu beginn des zweiten Weltkrieges sind sie dann auch zurück gekommen. Mein Vater war mittlerweile ein erwachsener Mann und auch im heiratsfähigen Alter. Wieder zurück im Banat kauften meine Großeltern viel Feld und waren doch recht Wohlhabend. Die Ehe zwischen meinen Eltern wurde arangiert und alles schien gut zu verlaufen. Doch der Krieg war schneller und alle jungen Männer wurden Zwangsrekrutiert. So musste auch mein Vater auf Seiten der Deutschen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kämpfen. Der Krieg dauerte Gott sei Dank nicht mehr so lange und mein Vater konnte auch dank des Reichtums seiner Eltern der Kriegsgefangenenschaft zunächst entfliehen. Er hat mir immer erzählt, dass er auf dem Heimweg von der Front fünf Mal gefangen genommen wurde und man ihn fünf mal hat freikaufen müssen. Doch der finanzielle Aufwand wäre für meine Großeltern kein Problem gewesen wenn nicht nach dem Krieg die Reperationsforderungen der Russen an den neu gegründeten rumänsichen Staat gewesen wären. Dieser wälzte alles auf die deutsche Minderheit ab und schickte sie in russische Arbeitslager. Hinzu kam, dass die deutsche Bevölkerung enteignet wurde. Der gesamte Grundbesitz, mit Häusern, Felder und Maschinen, sowie Möbel und einfach alles wurde enteignet. In die Häuser wurden so genannten Kolonisten einquartiert und sie waren die neuen Hausherren. Mein Großvater, der zu alt für die Arbeitslager war, musste in seinem eigenen Haus im Gästezimmer wohnen, dafür Miete bezahlen und auf seinem eigenen Feld als Tagelöhner arbeiten. So war das ganze Vermögen, wofür meine Großeltern ein Leben lang gearbeitet hatten von einem Tag auf den anderen verschwunden.</p>
<p>Als mein Vater von der Verschleppung zurück kehrte konnte er endlich mit meiner Mutter zusammen ziehen. Sie waren damals schon fast 10Jahre verheiratet. Gegen ende der 50er besserte sich die Lage ein wenig und meine Familie bekam ihr Haus zurück. Jedoch hat die jahrelange Sorglosigkeit im Umgang mit dem Gebäude seine Spuren hinterlassen und mein Vater musste eine Menge Arbeit hineinstecken um es vor dem Verfall zu bewahren. Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, wie verschiedene Baracken, wie Sommerküche, Gästehaus usw. abgerissen wurden um am Haupthaus Schäden auszubessern. Am Ende wurde selbst das Haupthaus an einem Teil abgerissen um es an einem anderen Teil zu erhalten. Die Felder bekamen wir allerdings nie mehr zurück. Und das große Haus machte mehr Arbeit und kostete mehr Geld als das man etwas davon gehabt hätte.</p>
<p>Englisch kann ich übrigens von meinem Vater. Da er ja in Amerika aufgewachsen ist konnte er auch fast perfekt Englisch. Er war immer der Meinung man weiss nie was kommt, und bestimmt kommen uns irgendwann die Amerikaner befreien. Da ist es sicher nicht schlecht perfekt Englisch zu können. Das ich also drei Sprachen als meine Muttersprachen ansehe ist kein Ding der Unmöglichkeit sondern einfach nur ein glücklicher Zufall. Und brauchen wir Spieler nicht immer auch etwas Glück.</p>
<p>Ich wünsche euch noch eine gute Nacht und immer schön aufpassen.</p>
<p>Gruß Vlad</p>

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