Mai 13, 2009
Von einstürzenden Brücken und Pfusch am Bau.
Und dies ist nur ein Beispiel von vielen. Brücken wurden gebaut, Turnhallen modernisiert und völlig wahllos Geld zum Fenster rausgeschmissen. Ich weiß es, denn wir haben eine zeitlang davon gut gelebt. Zum Beispiel haben wir eine Brücke gebaut. Nicht irgendeine Brücke. Ein zweispurige Brücke, massiv das ein Panzer hätte ohne Probleme drüber fahren können.
Ihr denkt euch jetzt das ist nichts Besonderes. Das muss ja wohl so sein, dass dort die Infrastruktur angepasst wird. Doch diese Brücke entstand an einem Feldweg. Dort hätte vermutlich nicht einmal ein Auto drüber fahren können. Die Straße war nicht gepflastert oder sonstiges. Sondern einfach nur fest gefahrene Erde.
Stellt euch das mal vor. Ein dreckiger Feldweg, kaum eine Spur breit, und irgendwann geht diese in eine unglaublich große Brücke über. Und auf der anderen Seite geht der Feldweg dann einfach weiter.
Über was lief die Brücke? Nicht über einen reißenden Fluss oder eine andere Straße. Nein es war nur ein ca. drei Meter breites ausgetrocknetes Flussbett. Dieser Kanal wurde früher wohl benutzt die Felder zu bewässern. Keine Ahnung wozu genau. Aber man hätte den Kanal auch einfach ein stückchenweit zuschütten können. Das hätte vielleicht ein paar Tausend Mark gekostet. Doch nicht zu dieser Zeit. Geld war ja genug da.
Da wollten wir auch mitspielen. Und das taten wir auch. Wir haben hauptsächlich Böden verlegt. Vor allem in Schulturnhallen und Lagerhallen. Nicht das wenig bezahlt wurde, aber wir wollten halt noch ein wenig mehr verdienen. Also haben wir nur zwei Drittel des berechneten Materials verwendet. Damit war der Belag ein Drittel tiefer, doch das merkte ja niemand. Jedenfalls nicht so schnell. Er muss halt früher wieder ausgebessert werden. Doch bis dahin waren wir schon längst weg.
Irgendwann begannen wir dann auch Straßen zu bauen und Brücken. Auch die oben genannte Brücke wurde von uns gebaut. Auch hier wurde gespart, jedoch nicht in der Art, dass man es wirklich riskiert hätte, dass die Brücke einstürzt. Nein hier haben wir einfach die Aufträge teilweise nicht ausgeführt. Die Verantwortlichen wurden geschmiert und die Brücke meist eh nicht benötigt. Also hat es im Endeffekt niemanden gestört.
April 24, 2009
Ein kleiner Betrug für zwischen durch 2.
So jetzt die Auflösung. Jemand hat es auch schon in den Kommentaren verraten. Es ist eigentlich nichts besonderes - wie die meisten Betrügereien. Mit ein wenig Verstand und nachdenken im richtigen Moment, kommt man drauf. Jedoch funktionieren die meisten Tricks, so einfach sie eigentlich sind. Und glaubt mir sie funktionieren meistens. Wenn sie nicht funktionieren, dann solltet ihr euch jedoch schon davor einen guten Fluchtplan überlegen ;-). Ich habe es nämlich auch schon erlebt, wie jemand sein Handy etwas zu laut gestellt hatte. So hörte jeder wie der angerufene zählte. Der Betrüger durfte dann auf allen Vieren den Laden verlassen … nicht schön.
Nachdem ich euch im letzten Beitrag von einem kleinen Betrug für zwischen durch erzählt habe, will ich euch jetzt auch verraten wie er genau funktioniert. Als Partner nehme ich jetzt einfach mal meine Frau. Auch wenn es damals meist eine andere Frau war oder ein anderer Partner.
Wie es von außen für die anderen aussah habe ich ja bereits beschrieben. Damit ihr es versteht will ich euch den Ablauf des Telefongesprächs darstellen.
Klingeln, klingeln.
Partner: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13
Ich: Hallo Schatz
Partner: Pik, Kreuz, Karo, Herz,
Ich: Moment ich geb dich weiter.
Natürlich habe ich nicht immer gewartet bis alle Zahlen durch waren. Aber die Zahlen entsprechen den Kartenwerten. Eins für As und 13 für König. Sobald der Partner den Wert der Karte gesagt hat, sagte ich Hallo Schatz. Dann kam noch die Farbe und ich unterbrach wieder nachdem die Farbe genannt wurde.
Das einzige worauf ihr aufpassen müsst, ist das die Opfer nicht selbst anrufen oder euch das Telefon aus der Hand reißen. Begründet das einfach mit einer tiefen Verbindung eurer Gedanken, die aber erst startet wenn sie eure Stimme hört.
April 21, 2009
Ein kleiner Betrug für zwischen durch 1.
Mittlerweile habe ich bereits öfters von diesem Trick gehört und ihn auch schon das ein oder andere mal gesehen. Damals als ich ihn ab und zu durchgezogen habe, war er selbst entwickelt und eigentlich auch ziemlich einmalig
Es ist ein kleiner Trick. Keiner mit dem man viel Geld machen kann. Aber ein paar hundert Euro sind auf jeden Fall drin. Und er hat bisher immer funktioniert, bisher ist noch niemand dahinter gekommen.
Wenn ich früher unterwegs war habe ich in den Bars immer Karten dabei gehabt. Mit ein paar Kartentricks konnte man immer die Frauen beeindrucken. Die meisten waren schnell überzeugt und ließen sich leicht rumkriegen.
Wie es aber oft so ist, sind hübsche Frauen selten alleine unterwegs. Wenn nicht der Freund dabei ist, schlawenzeln einige andere notgeile Typen um sie herum. Und egal war es ist, sie können es auf den Tod nicht ausstehen wenn jemand mit billigen Tricks die Aufmerksamkeit ihrer Frauen erregt. Daher setzen sie alles dran einen auffliegen zu lassen.
Gut ich gab ihnen auch die Möglichkeit dazu oder verriet den Trick selbst, weil sie meist doch nicht drauf gekommen sind. Das stachelte sie nur noch mehr an, denn meist fühlten sie sich dann erst recht gedemütigt. Wen es dann so weit war spielte ich meine wirkliche Trumpfkarte aus.
Ich bot ihnen eine Wette an. Die nach meiner Aussage ganz bestimmt kein Trick war. Ich bot ihnen an sie sollten sich eine Karte aussuchen. Diese herumzeigen und ich würde dann eine Nummer anrufen. Ich gebe ihnen das Telefon und diese Person sagt ihnen genau diese Karte.
Sie wählten eine Karte ich rief an und sagte: „Hallo Schatz.” wartete ein bisschen und dann noch mal „Moment ich geb dich weiter.” Meist habe ich meine Frau angerufen. Sie sagte dann die Karte und die Meute war begeistert. Die eifersüchtigen Begleiter zweifelten und behaupteten ich würde ihnen mit meinen Worten verraten welche Karte es ist. Daher gab es noch eine Möglichkeit in dem ich wieder genau das gleiche sagte.
Angestachelt von der Schmach waren sie bereit immer weiter zu wetten und neue Einsätze zu tätigen. Irgendwann haben sie es dann doch aufgegeben oder ich wollte nicht mehr weiter machen.
So habe ich entweder die Frauen oder wenigstens das Geld bekommen. Oft auch beides. Wie der Trick funktioniert verrate ich euch das nächste mal.
April 15, 2009
Mein letzter Betrug an WSOP Horst
Dazu muss ich sagen, Horst habe ich nie groß betrogen. Klar beim Pokern beschissen hab ich schon. Und auch mal falsche Würfel oder ähnliches benutzt. Aber nie große Dinger wo es um sechsstellige Beträge ging. Er war einer, der viel Geld hatte, viel Geld verdiente und vor allem dem Geld egal war. In einem älteren Beitrag habe ich ja bereits geschrieben, wie ich WSOP Horst kennen gelernt habe und woher sein Name kommt. Im Laufe der Jahre habe ich viel Poker mit ihm gespielt und auch einige Dinger mit ihm durchgezogen. Doch als sich diese Geschichte abspielte, kannte ich ihn noch kaum. Ich durfte nur ab und zu in seiner Runde mitspielen.
Ich muss auch gestehen, dass die folgende Masche nicht von mir stammt. Irgendwo hatte ich über Viktor Lustig gelesen und wie er Al Capone „betrogen” hat. Da ich auch das Vertrauen von WSOP Horst haben wollte, fiel mir diese Geschichte wieder ein und ich versuchte es.
Warum wollte ich, dass er mir vertraute? Naja die Sache ist ganz einfach. Horst war in fast jedem Spiel und jedem Kasino ein gern gesehener Gast. Er hielt sich für einen guten Spieler, der einfach nur Pech hat. Ihm machte jedoch das Pech nichts aus, weil er sonst genug Glück und dadurch Geld hatte. Seine Freundschaft war also ein Türöffner für höhere Spiele und neue Opfer. Natürlich konnte auch sein Geld für weitere Betrügereien genutzt werden. Ihn als Freund und vielleicht auch Partner zu haben, war also nur zu meinem Vorteil.
Es war also ein typischer Abend in einer Pokerrunde mit WSOP Horst. Er bezahlte die Getränke, die Nutten und auch die Mitspieler mehr oder weniger. Ich war schon gut fünfstellig im Plus, als ich einen größeren Pot an ihn verloren habe. Tatsächlich ist es ihm gelungen mich mit einer Straße aus dem Pot zu bluffen. Natürlich bluffte Horst immer. Und niemand legte auch nur ein starkes Paar gegen ihn weg. Naja ihm gelang es und ich begann zu jammern.
Ich erzählte, dass ich das Geld gebraucht hätte und wie toll er doch gespielt hat. Ich war mir sicher er hat mich geschlagen. Die komplette Show hat er bekommen bis er dann neugierig wurde was für eine geile Investition ich geplant hatte. Tot sicher sei sie, und innerhalb von zwei Monaten würde man den Einsatz verdoppeln. Aber ich bräuchte eine halbe Million und hätte nur zweihunderttausend. Er wurde hellhörig und wollte mehr wissen.
Nach der Partie saßen wir zwei noch zusammen und ich erzählte ihm grob um was es ging. Er war begeistert und entschied mir das Geld zu leihen. Natürlich nicht ohne die typischen Drohungen wenn ich ihn betrügen sollte. Eine Woche später hatte ich das Geld und deponierte es auf sichere Art.
Danach verdrückte ich mich zwei Monate nach Frankreich spielte dort vor allem Back Gammon und vertrieb mir die Zeit in den vielen tollen Casinos dort. Ich glaube nirgends in der Welt war es damals so einfach die Kasinos übers Ohr zu hauen wie in Frankreich. Das viele Angebote der Mafia gehörten wusste ich damals nicht. Gott sei Dank ist es gut gegangen.
Nach zwei Monaten ging es zurück und ich meldete mich als fast gebrochener Mann bei WSOP Horst. Ich erzählte ihm davon, dass ich voll auf die Nase gefallen bin und fast alles verloren habe. Sein Geld gab ich ihm wieder und entschuldigte mich bei ihm. Und genau wie damals Al Capone war er begeistert und es hat funktioniert. Er hat erwartet entweder alles zu verlieren, oder seinen Einsatz zu verdoppeln. Das ich zurück komme und beichte das es nicht funktioniert habe und ihm sein Geld trotzdem zurück bringe hat er wirklich nicht erwartet.
Das er eine gute Seele war habe ich ja schon erzählt. Und so war es auch damals. Er lud mich regelmäßig zu noch höheren Spielen ein, gab mir Geld um zu spielen und wollte von dem Gewinn nichts abhaben. Wir fuhren durch ganz Europa auf Pokerturniere und das alles auf seine Kosten. Das war der Beginn einer wunderbaren und profitablen Partnerschaft.
März 12, 2009
Der Münchner Detektiv mit der Hamburger Detektei 4
Ich habe noch gar nicht das Ende der Geschichte erzählt. Sorry, in letzter Zeit bin ich ziemlich beschäftigt. Ich bin nämlich dabei mein Bauunternehmen zu verkaufen bzw. habe es jetzt endlich, nach einem guten Angebot, verkauft. Der mittlerweile Hamburger Detektiv ging uns im Laufe der Zeit wirklich auf die Nerven. Das seine Hamburger Detektei nichts war, ist selbst ihm schnell klar geworden. Bevor er jedoch noch richtig Ärger bekam, konnte er sie loswerden. Und Geld genug für eine weitere Beschäftigung hatte er immer noch genug. Das investierte er dann, um uns das Leben schwer zu machen. Es gelang ihm nicht immer, doch immer öfter.
Er verfolgte uns richtig; sein einziger Lebenszweck schien zu sein, uns für den Betrug an ihm zu bestrafen. Er pfuschte in unsere Betrügereien hinein und auf naive Weiße versuchte er auch uns zu betrügen. Mit wenig Erfolg für ihn, jedoch so manchem Verlust für uns. Wir mussten ihn los werden. Und was macht man in solch einer Situation? Natürlich man lässt ihn abknallen.
Nein nicht wirklich. Zu dieser Zeit machte einer in Deutschland sehr viel Geld mit einem Pyramidensystem. Solche Dinge gehen eine Zeit lang gut, doch irgendwann fliegen sie garantiert auf. Dann kann man entweder rechtzeitig mit noch etwas Geld abhauen, oder man glaubt weiterhin alles im Griff zu haben und geht mit seinem Betrug unter. Dieser Betrüger war daher nicht so dumm, und dabei sich abzusetzen. Wir kannten uns flüchtig und wollten die Gelegenheit nutzen unseren Hamburger Detektiv los zu werden.
Da der Betrüger noch nicht aufgeflogen war, hatte er immer noch einen tadellosen Ruf als Spezialist für gewinnträchtige Grundstücksinvestitionen in Übersee. Und wir wollten dort investieren. Wir ließen natürlich alles so aussehen, als wollten wir den Betrüger betrügen. Und unserer Hamburger Detektiv sah nicht nur die Gelegenheit uns eins auszuwischen, sondern auch uns in den Knast in Chile zu bringen.
Der Hamburger Detektiv ist natürlich auch voll darauf eingestiegen und hat Kontakt mit dem Pyramidenbetrüger aufgenommen. Er wollte unbedingt wissen in was wir unser Geld investiert hatten und es vor uns kaufen. Er war auch bereit etwas dafür zu bezahlen, was er auch tat. Doch leider war alles schon mehr oder weniger abgemacht, und die einzige Möglichkeit war uns zuvor zu kommen. Er heckte dann mit dem Pyramidenbetrüger aus, dass er vorreist, sich als einer von uns ausgibt, die Range kauft und sie dann sich selbst weiter verkauft. Wäre alles auch kein Problem gewesen, wenn ihn nicht jemand verraten hätte. So hat in Chile dann bei der Vertragsunterzeichnung die Polizei auf ihn gewartet. Er wird dann seine Tracht Prügel bekommen haben und hat sich dann freigekauft. Er war auf jeden Fall drei, vier Wochen später wieder zurück und lies uns ab dann in Ruhe. Kein besonders spannendes aber ein dafür umso erfolgreiches Ende für fast alle,
Februar 14, 2009
Der Münchner Detektiv mit der Hamburger Detektei 3
Guten Morgen, jetzt ist es offiziell, ich bin zu alt. Ich war mir sicher die Geschichte vom Münchner Detektiv mit der Hamburger Detektei weiter erzählt zu haben. Da dem nicht so ist hier die Fortsetzung.
Der Münchner Detektiv handelte genau wie erwartet. Er kam schon einige Tage vor unserem Termin nach Hamburg und begann unseren Hamburger Detektiv zu erpressen. Matthias tat natürlich dementsprechend verzweifelt, versuchte sich zu wehren und lieferte sein Meisterstück ab. Natürlich hatten wir auch den ein oder anderen Kunden vorbei geschickt als der Münchner Detektiv in der Hamburger Kanzlei war. Unterlagen waren gefälscht und wir hatten sogar ein Double von einem bekannten Fußballspieler vorbei geschickt.
Am Tag, als wir uns treffen sollten, erschien er jedoch nicht. Wir hatten es aber erwartet und so tauchte Matthias erst einmal unter. Als der Münchner Detektiv dies merkte, meldete er sich doch bei uns. Er sah sich seine Goldgrube durch die Finger gleiten und bekam Panik. Wir wollten jedoch von ihm nichts mehr wissen, oder besser gesagt wir taten so. Er versuchte uns dann ein paar Tage zu überreden und wir ließen uns erweichen. Doch vorderten wir jetzt noch einmal 50.000 DM mehr. Er wollte nicht so viel bezahlen, dann ging es hin und her und wir einigten uns auf 20.000 DM mehr. Wir versprachen ihm uns um Matthias den Hamburger Detektiv zu kümmern und ihn zu finden. Wir fanden ihn und konnten ihn “überreden” seine Hamburger Detektei auf den Münchner Detektiv zu überschreiben. Alles lief jetzt ohne Probleme ab, der neue Hamburger Detektiv bezahlte und wir machten uns aus dem Staub.
Tja was wir jedoch unterschätzt hatten. Der neue Hamburger Detektiv hatte noch immer genug Geld und jetzt erst recht nichts zu tun. Damit hatte er viel Zeit, um uns aufzuspüren. Als er gemerkt hat, dass er abgezockt wurde, soll er schier durchgedreht sein. Wir haben es ja nicht mehr wirklich mitbekommen, aber einige der Leute, die wir bei ihm vorbei geschickt hatten, erzählten uns davon. Also zu der Zeit als ihm die Hamburger Detektei noch nicht gehörte. Zuerst recherchierte er im Rotlicht Milieu, randalierte in dem ein oder anderen Bordell, als er merkte, dass der ihm vorgestellte Zuhälter nur ein einfacher Kassieren, Türsteher oder ähnliches war. Die meisten Leute haben den Hamburger Detektiv als mehr wie besessen beschrieben. Manche waren sich sicher er landet bald in der Klapsmühle. Tat er nicht und nachdem er sich in Hamburg doch den ein oder anderen Feind gemacht hat - innerhalb von einem halben Jahr - machte er sich auf, um sich an uns zu rechen.
So jetzt geh ich aber ins Bett. Ich bin doch zu müde, um jetzt fertig zu schreiben. Den vierten Teil gibts dann morgen oder übermorgen.
Gruß Vlad
Februar 3, 2009
Der Münchner Detektiv mit der Hamburger Detektei 2
So wir waren also in folgender Situation. Unser eigentliches Opfer war pleite und mehrere Wochen Vorbereitung und auch Investitionen dahin. Dafür haben wir ab aber unseren Münchner Detektiv kennen gelernt und in wenigen Tagen auch sein gesamtes Leben, Lieben und Leiden. Er hatte Geld und wir genügend Zeit uns etwas auszudenken. Und das haben wir dann auch getan.
Da der Detektiv in München bereits einige Feinde hatte, spielte er schon länger mit dem Gedanken aus der Stadt weg zu ziehen. Wie er erzählt hat, war die gesamte Münchner Unterwelt hinter ihm her - er hatte bereits zu viel aufgedeckt. In Wirklichkeit hatte er aber eine Bannmeile auf irgendeinen Münchner Politiker. Das habe ich aber erst viel später erfahren. Er hatte dem guten Mann so lange nachgestellt, bis der seine Kontakte hat spielen lassen und der Münchner Detektiv deshalb verurteilt wurde. Aber gut. Uns sollte es egal sein warum er weg wollte, wir hatten ja ganz anderes im Sinn. Und wenn er weg wollte, dann sollte er von uns die Gelegenheit dazu bekommen. Wir wollten ihm also eine Detektei in Hamburg verkaufen, mit Klienten und allem drum und dran.
Damit der Plan gelingt, aktivierten wir erst einmal einen alten Bekannten. Er hatte wirklich in Hamburg eine Detektei. Sein Geld jedoch verdiente er mit Glücksspiel und Betrug im Rotlichtmilieu. Der Name des Hamburger Detektivs war übrigens Mathias. Das kann ich hier mit ruhigem Gewissen sagen, da ihn eh niemand unter dem Namen kennt. Der „Hamburger Detektiv” Mathias wurde also in unseren Plan eingeweiht und machte natürlich mit. Er sollte wirklich seine Hamburger Detektei verkaufen, allerdings wurde diese etwas aufgehübscht.
Warum wir eine echte Detektei genommen haben? Naja wie gerne unser Detektiv irgendwelchen Dingen auf den Grund geht, hatten wir ja erfahren. Wir wollten einfach sicher sein, dass er nicht irgendwie doch dahinter kommt.
Matthias kam also, um uns zu helfen aus dem reichen Münchner Detektiv einen etwas ärmeren Hamburger Detektiv zu machen. Dazu fanden wir erst einmal eine Begründung wieso sie sich kennen lernen müssen. Mathias kam der zu Folge nach München, weil er dort einen Profifußballer beschatten sollte. In unserer Geschichte hatte der Fußballer in Hamburg bei einem Auswärtsflirt eine Frau geschwängert - Samenraub gab’s damals noch nicht. Diese wollte ihr Geld und lies jetzt über einen Hamburger Detektiv herausfinden welche Möglichkeiten es dazu gibt - wenn ihr versteht was ich meine.
Weiter ging es jedenfalls, dass die zwei sich kennen lernten und gemeinsam wirklich dem Fußballer nachstellten. Mathias dem Detektiv von seinen Kunden, seinen Einnahmen usw. erzählte. Der Münchner Detektiv hatte also angebissen und Mathias der Hamburger Detektiv reiste ab. Er fragte uns aus und wir erzählten ihm natürlich bereitwillig alles und noch einiges mehr. Vor allem erzählten wir ihm auch wie perfekt er nach Hamburg passen würde, wie viele Kunden dort auf so einen guten Detektiv wie ihn warteten und dass eine Detektei in Hamburg genau zu ihm passen würde. Vor allem die Klientel aus dem Hamburger Milieu schien ihn zu reizen, obwohl ich glaube es war eher das Milieu selbst und vor allem die Frauen dort.
Nach einer kurzen Zeit und einem Trinkgelage ließen wir dann die Bombe platzen. Es ging darum, woher wir den Hamburger Detektiv kennen und was wir für Erfahrungen mit ihm gemacht haben. Wir erzählten ihm dann, dass wir Mathias in der Hand hatten. Wir hätten nämlich Beweise dafür, dass er einen Hamburger Rechtsanwalt betrogen hat und daher jemand in den Knast musste, der unschuldig war. Jetzt fing es bei dem zukünftigen Besitzer einer Hamburger Detektei an zu rattern und er wollte unbedingt wissen was das für Beweise waren. Erstmals erzählten wir ihm nichts, doch er ließ nicht locker und nach einigen weiteren Tagen boten wir ihm an, ihm die Informationen zu verkaufen. 200.000 DM - sehr viel Geld damals. Das war ihm jedoch zu viel und wir einigten uns auf 90.000 DM für die Information und weitere 60.000 DM nachdem er die Hamburger Detektei übernommen hat.
Der Münchner Detektiv ist also voll auf unseren Plan eingestiegen und nutzte natürlich die sich bietende Gelegenheit, um die Hamburger Detektei günstig zu übernehmen. Wir lieferten ihm also die Dokumente, und er bezahlte uns die 90.000 DM in Bar. Daraufhin reisten wir ab und verabredeten uns mit dem Münchner Detektiv, der bald eine Hamburger Detektei besitzen wird in Hamburg ein paar Wochen später. Er sollte die Gelegenheit haben, sich von seiner Investition zu überzeugen, damit wir auch noch die nächsten 60.000 auch noch bekommen.
Januar 28, 2009
Der münchner Detektiv mit der Hamburger Detektei
Da euch meine letzte Geschichte gefallen hat, will ich euch eine weitere erzählen. Es geht diesmal zwar nicht um Poker, aber es geht darum wie meine Partner und ich einen Münchner Detektiv, um seine Hamburger Detektei gebracht haben. Da es schon etwas spät ist, werde ich die Geschichte wohl splitten.
Der Münchner Detektiv.
Es ist jetzt schon gut über 20 Jahre her. Mein Partner und ich haben in München den ein oder anderen Betrug durchgezogen. Für einen, haben wir einen Detektiv aus München bemüht. Kennen gelernt haben wir ihn bei einem Pokerspiel. Der Detektiv ist dabei schon durch seine etwas arrogante, aber eigentlich ziemlich dümmliche Art aufgefallen. Er sollte für uns eine Zielperson ausspionieren. Ihm haben wir erzählt es geht darum, dass die Zielperson uns noch Geld schuldet. Er sollte heraus finden, wie ihr Tagesablauf so war und ob sie in der Lage ist uns die Schulden zurück zu bezahlen.
Er machte sich also an die Arbeit und lieferte uns auch die Ergebnisse. Leider waren sie nicht so positiv wie wir erwartet haben. Unsere Zielperson war nämlich Pleite und kurz davor unter- bzw. abzutauchen. Für uns war da nichts mehr zu holen. Aber wir hatten ja unseren Münchner Detektiv in der Zwischenzeit besser kennen gelernt. Daher jetzt noch einmal kurz ein Einschub, wie aus einem Sachbearbeiter ein Münchner Schicki-Micki Detektiv wird.
Auf dem Weg zum Detektiv in München
Seinen Namen will ich mit Absicht nicht nennen. Warum dürfte euch später noch klar werden. Daher werde ich einfach nur Münchner Detektiv schreiben. Um ehrlich zu sein haben wir ihn auch nur so genannt. In seinem Leben bevor er ein Privatdetektiv wurde, war er Sachbearbeiter, ich glaube sogar Beamter, im Münchner Finanzamt. Er hatte einen gut bezahlten Job, Frau, jedoch keine Kinder. Er führte eigentlich ein ganz normales Leben. Mit schickem Häuschen, einem geregelten Einkommen und einem guten Erbe von Seiten seiner Gattin. Deren Vater hatte sehr viel Land irgendwo in Bayern, ist aber im Krieg gefallen und so hatte sie alles geerbt. Unser Münchner Detektiv hätte also ein schönes und ruhiges Leben, leben können. Jedoch kam es anders.
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Als es dann in den 60er Jahren darum ging, das Erbe seines Schwiegervaters schnellstmöglich zu verscherbeln, hat er erste Erfahrungen mit der Münchner Detektiv Szene gemacht. Er lies die potentiellen Käufer nämlich beschatten. Oder er wollte es. Aber die Preise waren ihm zu hoch, so dass er es selbst gemacht hat. Nachdem alles weg war, und er um einige Millionen reicher, war er bereits ein Profi in Sachen Spionage. Und was hat unser Münchner Detektiv dann gemacht? Die Russen waren ja in Bayern nicht so aktiv, also fing er an seiner Frau nachzustellen. Als Beamter hatte er ja auch die Zeit dazu, und die Ausrüstung war auch vorhanden. Dieses Spiel trieb er dann so weit, dass seine Frau zuerst Verfolgungswahn bekam, dann in die Klapsmühle kam und sich zum Schluss das Leben genommen hat. Der kleine Sachbearbeiter hatte nun freie Hand für seine Geliebten und genügend Geld von seinem Schwiegervater.
Da Frauen aber mehr auf verwegene Männer stehen, und Sachbearbeiter als eher langweilig empfinden, hat er seinen Beamtenjob gekündigt und sich als Detektiv in München selbstständig gemacht.
Als wir ihn kennen gelernt haben, war der kleine Münchner Detektiv schon seit einigen Jahren aktiv und erzählte uns freimütig sein ganzes Leben. Sein Drang bewundert zu werden, ließ ihn sicher die ein oder andere Sache erfinden. Denn seinen Angaben zufolge arbeitete er nur für das Who is Who der Münchner Szene. Unter anderem als Spion für verschiedene Sportler und Politiker. Glaubwürdig war keine seiner Geschichten, aber wenn man von jemandem etwas will, dann hört man begeistert zu.
Gut. Wir hatten also unser Opfer verloren, und mit dem Münchner Detektiv schien sich eine neue Geldquelle aufzutun. Wir überlegten also wie wir das am besten anstellen sollten. Doch wie nun der Münchner Detektiv zu seiner Hamburger Detektei gekommen ist, schreib ich das nächste mal.
Gruß Vlad
November 23, 2008
Betrug am Final Table der World Series?
Jemand hat mich über E-Mail gefragt, was ich von der Idee halte, dass am Final Table der World Series betrogen wurde. Er hat mir zwar auch einen Link geschickt, aber ich konnte ihn nicht öffnen. Daher hier einfach mal allgemein meine Meinung darüber.
Der Final Table wurde dieses Jahr über 100 Tage nach dem eigentlichen Turnier abgehalten. Das sollte genug Möglichkeit bieten die Spieler richtig zu vermarkten, aber es würde theoretisch auch genügend Zeit bieten für einen Betrug. Ich sage nicht, dass betrogen wurde, ich weiß es nich. Mir fehlt da um ehrlich zu sein der tiefer Einblick, aber wenn ich in der Situation wäre, ich würde die Zeit produktiv nutzen.
Die Sache ist, dass eben nicht nur die 9 Spieler involviert sind sondern noch Backer, Sponsoren und andere. Ebenso geht es nicht nur um das ausgespielte Geld sondern, um weitere lukrative Sponsorenverträge.
Stellt euch mal folgende Situation vor. Spieler A hat das Geld von jemand anderem bekommen und muss 80% seines Gewinnes abgeben. Daneben hat er noch ein Sponsorenangebot falls er gewinnt von 1 Million. Wenn er nun gewinnt, dann bleiben ihm gerade noch ca. 1,8 Millionen der Gewinnsumme und 1 Million Sponsorengeld. Das macht gerade mal 2,8 Millionen. Spieler B dagegen hat 100% an sich selbst und weil man ihn besser vermarkten kann, hat er ein Sponsorenangebot von 10 Millionen. Das macht insgesammt ca. 19 Millionen Gewinn.
Warum sollten sich jetzt diese beiden Spieler nicht zusammen tun? Spieler A scheidet vorher aus und verzichtet dafür auf einen großteil seiner Gewinnsumme und auf den lukrativen Sponsorenvertrag. Dafür gibt Spieler B ihm 6 Millionen oder irgend eine andere Summe. Dies könnte man auch weiter denken und alle Spieler dazu nehmen. Vielleicht sogar noch andere daran beteiligte Faktoren. Man könnte sogar theoretisch alles in einer schönen Formel zusammen fassen und den Gewinn für alle Spieler maximieren. Alles kein Problem und genügend Zeit dazu.
Natürlich kann man mit dem Argument kommen, dass es hier, um einen Eintrag in die Geschichtsbücher geht. Aber seien wir mal ehrlich. Wisst ihr noch wer 2002 den Main Event gewonnen hat, oder 1993 oder 1984 usw.? In die Geschichte gehen vielleicht die Pokerspieler ein, die auf lange Sicht erfolgreich sind. Wieviele der heute wirklich bekannten Spieler haben den Main Event gewonnen? Und um ehrlich zu sein. Ich hätte lieber ein paar sichere Millionen auf dem Konto als einen unsicheren Sieg.
Ich sage nicht, dass wirklich betrogen wurde. Ich habe nichtmal die gespielten Hände bisher gesehen. Und ich habe um ehrlich zu sein gerade eben erst gesehen wie es ausgegangen ist. Ich sage nur, dass ich in der Situation betrogen hätte und, dass die lange Zeit mehr Möglichkeiten dazu bietet. Ob betrogen wurde oder nicht will ich gar nicht beurteilen. Jeder darf sich diese Frage selbst stellen. Aber fragt euch dabei, wer wäre am besten zu vermarkten gewesen? Wo liegen die neuen Jagdgründe bzw. wo gibt es noch das größte neue Spieler Potential? Und dann könnt ihr euch die Frage nach dem Betrug selbst beantworten, oder wenigstens die Möglichkeit dazu.
Gruß Vlad
November 14, 2008
Past-Posting mit Kameras 1
Es ist jetzt schon einige Jahre her. Es war in Österreich und wir waren eigentlich für ein Pokerbetrug dort. Geplant war ein Aufenthalt von ca. einem Monat. Die Hotelzimmer waren gebucht und auch bezahlt. Als wir jedoch dort ankamen, war von unseren Österreichischen Partner nichts mehr zu sehen. Keine Ahnung was passiert war, ob ihnen die Sache zu heiß geworden war oder sie mit irgend etwas anderem aufgeflogen waren. Auf jeden Fall waren sie nicht mehr zu erreichen.
Nun wir waren dort und das Hotel bereits von unseren verschwundenen Partnern bezahlt worden. Unseren Betrug beim Pokern konnten wir natürlich vergessen. Erstens hätten wir wieder von Anfang anfangen müssen, und zweitens hätten wir auch weitere Partner gebraucht. Und diesen Stress wollten wir uns nicht antun. Also was macht man als Betrüger in solch einer Situation? Man geht ins Kasino und klaut Chips. Je weniger man klaut, desto unauffälliger bleibt man natürlich. So ist es kein großes Problem ca. 500 Euro - damals natürlich entsprechend in Schilling - zu machen. Natürlich geht man nicht jeden Tag ins Kasino, wechselt sich ab usw.
Nach ca. zwei Wochen waren wir gut im Plus und schienen auch keinen Verdacht zu erregen. Es war zwar nicht das Einkommen wie wir uns vom Pokerbetrug erhofft hatten. Aber besser als gar nichts und schliesslich hatten wir ja auch irgendwie Urlaub. Leider verhielten wir uns alzu oft auch dementsprechend. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass irgendwann ein Dealer etwas merkte. Ich sah es ganz genau. Er schaute mir eindeutig auf die Finger und grinste dabei in sich hinein. Als er merkte, dass ich ihn sah, schaute er schnell weg. Um jedoch kein weiteres Aufsehen zu erregen, machte ich erst einmal weiter und wollte dann bei der erst besten Gelegenheit abhauen. Bevor ich jedoch dazu kam, lud mich der Croupier unauffällig zu einem Treffen in einem Cafe in der City ein.
Okay ich entschied mich zu gehen und nicht mehr zurück zu kommen. Als ich meinem Partner davon erzählte war er auch überzeugt davon, dass der Typ uns erpressen will. Wir packten unsere Sachen und wollten weg, wieder zurück nach Deutschland. Doch je länger wir packten, umso mehr wollten wir doch hören, wieso er mich treffen wollte. Im Endefekt, was hatten wir zu verlieren. Erpresst er uns, dann sind die Sachen eh schon gepackt und wir bis nächsten Morgen verschwunden. Wenn er uns verraten wollte, dann hätte er es im Kasino machen müssen und sich nicht auswärts mit uns treffen.