August 26, 2008
Was macht denn Maradona in Bukarest
Per E-Mail habe ich folgenden Link erhalten. Lest es euch am besten selbst durch. Es geht um eine Betrugsmasche, die so abläuft, dass man sich bei Touristen als Polizist ausgibt und ihnen so das Geld abschwatzt. Dort erzählt einer, dass ihm dass vor ein paar Jahren in Bukarest passiert ist.
Die Frage war jetzt eigentlich ob ich der war, der die amerikanischen Pokerspieler in Wien ausgenommen hat.
Zuerst einmal ich weiß es nicht. Aber ich denke eher nicht. Ich war schon länger nichtmehr in Wien aktiv, jetzt sicher fast 15 Jahre. Und die Geschichte hört sich nicht so an, als wäre das alles schon so lange her. Kennen tu ich den Trick natürlich auch und habe ihn schon zig mal angewendet. Die Bezeichnung “Maradona” war mir allerdings, als wir diesen Trick, das erste mal durchgezogen haben kein Begriff. Das habe ich erst Jahre später gehört, als ich für kurze Zeit in Italien war. Und wir haben den Trick um einiges professioneller durchgezogen damals. Nie jemanden auf offener Straße mehr oder weniger überfallen. Naja gut, ich glaube die Masse an Touristen mit genügend Geld war auch nicht so groß damals. Bei uns lief das so ab:
Wir hatten einen richtigen Polizeiwagen und Uniformen. Richtige Ausweise und selbst mit einem Polizeirevier konnten wir dienen. In “Luxusboutiken” also Läden, speziell für Ausländer in denen man mit DM und Dollar bezahlen konnte hatten wir unsere Mädels. Wenn dann dort jemand gekommen ist und für genug Geld eingekauft hat, oder man gemerkt hat, dass die Person Geld hat. Dann haben die Mädels das als Falschgeld ausgegeben und uns gerifen. Wir haben dann mit den Leuten gesprochen, sie beruhigt und sind entweder mit ihnen aufs Hotel gefahren um uns das restliche Geld “anzusehen” oder haben sie mit aufs Revier genommen. Dort haben wir dann die Scheine als Falschgeld identifiziert und den Leuten eine Quittung ausgestellt. bis die Sache entgültig geklärt ist. Natürlich haben sie uns und ihr Geld nie wieder gesehen. Bis die meisten das realisiert hatten, was mit ihnen passiert ist, war es schon zu spät.
Auf die Art wie es in dem Artikel beschrieben ist habe ich es natürlich auch schon gemacht. Auch in Wien. Aber diese Sachen haben sich eher zufällig ergeben und waren nicht von langer Hand geplant wie früher in Rumänien. Wenn ich den Artikel so lese, dann muss ich sagen: Ziemlich stillos wie die Sache mittlerweile abläuft. Aber was will man machen. Die Leute dort sind teilweise richtig arm. Bei Monatslöhnen von nichtmal 200€ bleibt halt nicht viel um jemanden stilvoll zu betrügen. Die Menschen sind einfach schlecht geworden.
Gruß Vlad
nette story.
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http://www.bka.de/lageberichte/ok/2007kf/lagebild_ok_2007_kurzlage.pdf
auch schön zu sehen das die rumänische organisierte kriminalität sehr gering ist in deutschland
Ich habe mich nie als Rumäne gefühlt, daher ist es mir um ehrlich zu sein auch ziemlich egal ob die Kriminalität gestiegen ist oder gefallen.
Ich finde den Artikel auch nicht wirklich aussagekräftig, da er ja nicht das Verhältniss von Verbrechen und Einwohner darstellt. Das wäre sicher etwas spannender. Aber schön zu lesen, dass Rumänen hauptsächlich für Kreditkartenbetrug und Einbruch verantwortlich sind. Ihr seht s schlimm sind die gar nicht ;-). Bereichern sich nur an Dingen die oft am Ende von der Bank oder einer Versicherung ersetzt werden.
Gruß Vlad