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Juli 21, 2008

Gastbeitrag von www.casinospiele.de

Antigua vs. USA – eine never ending Story

Vielleicht habt ihr von dem Streit gehört – er geistert ja inzwischen seit fast vier Jahren durch die Newswelt. Am Wochenende ging mal wieder ein weiteres Kapitel spurlos an den Beteiligten vorüber. Nachdem man da aber durchaus den Überblick verlieren kann, hier eine kleine Zusammenfassung, damit ihr auch weiterhin mitreden könnt:

Die erste Runde in dieser Auseinandersetzung um Online-Glücksspiel ist bereits im November 2004 entschieden worden – und zwar zugunsten von Antigua und Barbuda, denen mit dem Urteil der WTO Recht gegeben wurde. Der Inselstaat klagte gegen die Gesetze, die die USA zuvor verabschiedet hatten und die es amerikanischen Bürgern unmöglich machen sollte, in Online Kasinos zu spielen. Per Gesetz wurde Banken und Kreditkartenunternehmen verboten, Transaktionen zwischen US- Bürgern und Online- Casinos ausserhalb der USA durchzuführen. Somit war grenzüberschreitendes Glücksspiel für Amerikaner quasi illegal.

Die Bush-Regierung rechtfertigte diese Gesetze damit, dass sie die Amerikaner so vor Geldwäsche und vor allem Minderjährige vor Suchtgefahren schützen wolle (dass damit auch die legalen Live-Kasinos in Las Vegas, New Jersey etc. gestärkt werden sollten, ist eine böswillige Unterstellung!).

Der kleine Inselstaat Antigua und Barbuda aber hatte mit diesen Gesetzen ein mächtiges Problem, da er aufgrund seiner liberalen Gesetzgebung inzwischen Heimat vieler Online-Casinos ist und ungefähr 5% seiner ungefähr 70 000 Einwohner ein festes Einkommen aus dem Internet Glücksspiel beziehen. Da es die USA nicht für nötig hielten, darüber zu verhandeln, wandte sich die Antilleninsel schliesslich an die WTO, weil sie ihre Wirtschaft durch die US-Verordnungen geschädigt sah, und bekam prompt Recht. Denn diese entschied letztendlich, dass die USA hiermit gegen Welthandelsgesetze verstosse.

Doch die USA wären nicht die USA, wenn sie irgendwelche Urteile sofort annehmen und umsetzen würden! Die Gesetzeslage blieb unverändert. Im Jahr 2006 wurde dem sogar noch eins draufgesetzt und ein weiteres Gesetz verabschiedet. Es verbietet ausländischen Anbietern von Online-Games, Wetten von US-Bürgern anzunehmen. Da die Inseln extreme Einbußen für ihre Wirtschaft befürchteten, zogen sie Ende 2007 erneut vor das WTO-Gericht und bekamen wieder Recht! Diesmal forderten sie 3,4 Milliarden US$ Entschädigung von den USA. Da aber von vornherein klar war, dass Amerika diese nie leisten würde, wurde ihnen als Ausgleich gestattet, US-amerikanische Copyrights im Wert von 21 Millionen US$ zu verletzen.

Seitdem drohen Antigua und Barbuda damit, von den legalen Copyright-Verstößen Gebrauch zu machen und den USA geht seitdem mächtig die Düse, doch an der Gesetzeslage wurde dennoch nichts geändert. Immerhin verhandeln inzwischen Delegationen der beiden Staaten miteinander und glauben ganz fest an eine “freundschaftliche Beilegung” des Streits. Die WTO, die schon längst ein Schiedsgericht einschalten will, um der Sache endlich ein Ende zu bereiten, wird immer wieder vertröstet. Neue Fristen werden gesetzt, die ohne Ergebnis verstreichen, die letzte eben am 11. Juli. Wir bleiben weiterhin gespannt, ob diese Story doch noch zum Ende kommt.

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One response to "Gastbeitrag von www.casinospiele.de"

  1. # americandream commented on Juli 21st, 2008:

    die usa sollte einfach mal 2 atombomben abwerfen und gut is… wollen ja schliesslich nur ihre bürger schützen( las vegas isch kommmeee) von den dreisten verpissten onlinecasinos, ganz schön dreisst die pisser, werden wahrscheinlich den chinesen konkurenz machen, wenn die jetzt anfangen irgendwelche sachen zu kopieren, ganz schön dreisst die pissnelken.

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