Juli 5, 2008
Der Verkauf von Draculas Schloss V
Auch Gerhard ist gegangen und wir sind los um Mr LA zu suchen. Auf dem Weg dahin habe ich wirklich angefangen an dem Plan zu zweifeln. Wir hatten zwar schon einige Dinger durchgezogen zu der Zeit, aber das war wirklich eine größere Sache. Und darin waren wir noch richtige Anfänger. Die Idee gefiel mir, um ehrlich zu sein, auch nicht mehr so richtig und ich war kurz davor Plan B zu starten. Das hieße alles abbrechen, ein paar Mädels zum “Casting” besorgen und dann mit dem restlichen Geld abhauen. Aber da wir ja nicht mehr wirklich was zu verlieren hatten wollte ich doch noch den nächsten Schritt versuchen.
Wir fanden Mr LA, beruhigten ihn und versuchten ihm die Sache auszureden. Doch er war mittlerweile richtig heiß auf des Schloss und hatte eine grandiose Idee. Er wollte mit dem restlichen Geld, dass er noch hat ein paar Schläger organisieren und Gerhard aus dem Weg schaffen. Wir konnten ihm die Sache Gott sei dank ausreden und brachten ihn auf eine neue Idee. Er sollte doch seinen Charme nutzen und bei der Assistentin rausfinden ob es keine Möglichkeit gibt. Überzeugt wie er von sich war, war er sofort Feuer und Flamme von der Idee, und sich völlig sicher da etwas zu reißen.
Gegen später ging er dann zu ihr, mit zwei Flaschen Wein aus dem Keller bewaffnet. Beim Besorgen hat er natürlich die ein oder andere Tür im Keller demoliert um an das Weinlager zu kommen. Wir gingen dann ins Bett und Mr LA zu der Assistentin von Gerhard. Und wie der Zufall es so will, hatte Cristina auch eine Idee wie man doch noch an das Schloss kommen kann. Dafür wollte sie aber 250.000$ haben, und garantierte dass Mr LA dafür das Schloss und noch einiges mehr bekommt. Die Geschichte war folgende: Gerhard ist nicht der direkte Besitzer des Schlosses sondern seine Tante. Die hatte aber keine Kinder und daher kümmerte sich Gerhard um alles. Dabei wirtschaftete er nicht nur den ein oder anderen Schilling in seine Tasche. Und seine Sekräterin wusste natürlich von allem bescheid. Die Beweise hatte sie und würde sie auch Mr LA für die genannte Summe geben. Damit hätte er Gerhard in der Hand und könnte sicher noch einiges mehr herausschlagen. Cristina war dabei so überzeugend, das Mr LA ihr die ganze Geschichte zu 100% abkaufte. Mit dem Geld konnte er sie sogar noch runter handeln und abgemacht wurde dann 20.000$ sofort, 100.000$ bei der Übergabe der Daten und 50.000$ nachdem ihm das Schloss gehört.
Mr LA weckte uns noch in der Nacht um von seinem Erfolg zu erzählen. Er erzählte alles ganz genau, wie er die Schlampf, wie er sie nannte, um den Finger gewickelt hat und was er jetzt noch alles vor hat. Er dachte gar nicht dran sich nur mit dem Schloss zufrieden zu geben. Er wollte auch noch Geld haben und genau so wenig die restlichen 50.000$ bezahlen. Als wir ihn fragten wie er überhaupt die 20.000$ bezahlen will, die er ihr direkt versprochen hatte, meinte er nur keine Sorge und zog noch ein paar Bündel Dollars aus der Tasche. Also hatten wir ihn doch richtig eingeschätzt, er hatte nicht nur die gewechselten DM dabei sondern noch mehr Geld.
Am nächsten Morgen bezahlte er Cristina die Kohle und wir reisten wieder ab. Ein Termin in Wien wurde vereinbart und wir fuhren direkt zum Flughafen. Diesmal klappte auch alles, wir flogen nach Hause und Mr LA zurück in die Staaten um weiteres Geld zu besorgen. Jedoch nicht bevor er uns in Wien noch als “Dank” 10.000 DM für die Unkosten überreichte. Auch wenn er keine Frauen hatte, war sein Ausflug doch von Erfolg gekrönt und er war zufrieden. Wir mussten zwar ein bisschen Jammern und Druck machen für das Geld, aber er zahlte doch anstandslos, er musste ja auch befürchten, dass wir ihn noch verraten. Als wir dann in Wien auf seine Rückkehr warteten freuten wir uns, dass doch bisher alles so rosig gelaufen ist und wir 20.000$ und 25.000DM reicher waren.
Wer jetzt aufgepasst hat, der merkt sicher, dass da 15.000DM zu viel sind. Erinnert ihr euch noch an die Grenzer? Ich hab doch gesagt zu der Zeit war in Rumänien fast jeder zu kaufen. Für kleines Geld haben wir sie bestochen um so wenigstens unsere Unkosten zu decken, falls etwas schief geht. Einen Plan B und am besten noch C und D zu haben ist immer gut.
Leider hört aber hier die Geschichte auf. Das restliche Geld haben wir genau so wie Mr LA nicht mehr gesehen. Es gab Gerüchte, dass er in Amerika bereits wegen Steuerbetrugs gesucht wurde und sie ihn direkt am Flughafen gefischt haben. Aber vielleicht sind ihm auch Zweifel an der ganzen Geschichte gekommen oder irgend ein anderer Nachtclub Besitzer hat ihn abgeknallt. Was genau war weiß ich nicht, aber unsere erste große Sache ist nicht so gelaufen wie geplant. Wir waren zwar etwas fertig, aber wenigstens hatten wir Profit gemacht. Und auf jeden Fall haben wir auch etwas gelernt, unsere nächsten Sachen sind dann glatter abgelaufen und waren besser durchplant.
Gruß Vlad
Geile Geschichte Vlad … mach nur weiter so und aktualisiier deinen Blog immer schön